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Redaktionelle Abschnitte

Die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen besitzt als Wirtschafts- und Kulturmetropole internationale Bedeutung und ist somit ein attraktiver Standort für Wirtschaftskanzleien. Geprägt durch einen tiefgreifenden Strukturwandel entfernt sich die Kölner Wirtschaft vom einstigen Fokus auf Handel und Verkehr und entwickelt sich zunehmend zu einer florierenden Dienstleistungsgesellschaft. Auf Bundesebene gilt Köln als Auto-, Maschinenbau-, Chemie-, Versicherungs- und Medienstadt. Köln ist die Heimat zahlreicher Versicherungen, Verbände sowie Unternehmen des Fahrzeug- und Maschinenbaus sowie der Medienbranche mit vielen Fernsehsendern, Musikproduzenten und Verlagshäusern. Ortsansässige Kanzleien bieten somit neben der wirtschaftsrechtlichen Rundumbetreuung gezieltes Fachwissen in rechtlichen Randgebieten wie der Exportkontrolle und dem Datenschutz und beraten ihre Mandanten oftmals bei urheber-, lizenz- und presserechtlichen Belangen. Neben dieser Expertise ist die prozessuale Vertretung als Schwerpunktbereich vieler mittelständischer Sozietäten auszumachen. Dies umfasst die Vertretung von Organen und Geschäftsführern in Schadenersatz- und Organhaftungsklagen sowie von Unternehmen bei nationalen und internationalen Markenverletzungsverfahren. Als prominentes Beispiel mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit ist hier der Oppenheim-Esch-Komplex zu nennen, der von mehreren Kanzleien begleitet und zum Großteil vor dem Kölner Landgericht ausgefochten wird.

Im Regionalteil Köln werden bedeutende ortsansässige Kanzleien sowie deren besondere Spezialisierungen und Stärken in allen Aspekten des Wirtschaftsrechts dargestellt. Großkanzleien und Boutiquen finden Sie in unseren bundesweiten Bewertungen, untergliedert nach Praxisbereichen.

CBH Rechtsanwälte Cornelius, Bartenbach, Haesemann & Partner ist eine Full-Service- Kanzlei mit Spezialisierung auf das Geistige Eigentum, Arbeits-, Kartell-, Finanz-, Bau- und Immobilien- sowie Gesellschaftsrecht, einschließlich M&A. Letztgenannter Bereich wurde durch die Partnernennung von Andrea Heuser verstärkt. Mittelständische bis größere Unternehmen berät man in der Region vorwiegend bei baurechtlichen Belangen, bundesweit bei Infrastrukturprojekten und auf internationaler Ebene bei Fragen zum Gewerblichen Rechtschutz. Seit 2009 ist man in der Projektentwicklung und Flughafenumnutzung des Flugparks Ahlhorns tätig. Außerdem vertritt man die Stadt Köln in einem Klageverfahren des Esch-Fonds im Zusammenhang mit der Beendigung des Mietvertrags über vier Messehallen. Zu den Dauermandanten gehören Siemens und die staatliche Lottoverwaltung des Freistaats Bayern: Letztere betreut man in urheber- und presserechtlichen Belangen; den Technologiekonzern vertritt man im Erfinder-, Lizenz- und Patentrecht. Ingo Jung betreut Pharma Aldenhoven bei der Auseinandersetzung mit Pfizer im Rahmen der Einführung eines neuen Vitamin-Nahrungsergänzungsprodukts. OBI, Wehrhahn, Ford sowie Haribo gehören ebenso zu den Mandanten. Der Süßwaren-Konzern wird weiterhin in der Auseinandersetzung mit Lindt im sogenannten Goldbärenstreit vertreten. Johannes Ristelhuber wird empfohlen.

Die Full-Service-Kanzlei Oppenhoff & Partner ragt durch ihre umfassende Wirtschaftsrechtsberatung, die ihren Schwerpunkt im Gesellschaftsrecht und M&A findet, hervor. Dieser Fokus wurde durch die Partnerernennungen von Christoph Niemeyer und Axel Wenzel betont. Außerdem kann man mit Expertise in Randgebieten wie der Exportkontrolle und dem Datenschutz aufwarten. Erstgenanntes steht unter der Führung von Stephan Müller, der Unternehmen zu Dual-Use-Waren betreut. Zum bundesweiten und internationalen Mandantenstamm gehören Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie, der Automobil- und Gesundheitsbranche sowie aus der Medienwelt. Zu den Dauermandanten von Axel Bödefeld zählen Ford und Johnson & Johnson, die steuerrechtlich beraten werden. Diese Sparte verstärkte man durch die Partnerernennung von Marc Krischer. Weitere Highlights sind die Betreuung des Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann bei der Grundsatzvereinbarung mit Nexter und die Beratung der Deutschen Post bei der Kooperation mit Eurotours. Mit einigen Partnerernennungen erfuhr das Team zusätzlichen Aufschwung: Im Kartellrecht durch Daniel Dohrn, im Arbeitsrecht durch Isabel Hexel, in der Prozessführung durch Vanessa Pickenpack und im Gewerblichen Rechtsschutz durch Georg Lecheler. Günter Seulen wird empfohlen.

Loschelder berät und vertritt börsennotierte und mittelständische Unternehmen in der Region, ist aber auch international tätig, hier im Rahmen der Beratung deutscher Tochtergesellschaften internationaler Konzerne und der Begleitung deutscher Mandanten bei ihren Exportgeschäften. Aalberts Industries und Sandvik betreut man umfassend bei gesellschaftsrechtlichen Belangen. Neben dem Gesellschaftsrecht, einschließlich M&A, zeigt sich die Stärke der Kanzlei im Arbeits-, Immobilienwirtschafts- und Baurecht sowie im Regulierungs-, Marken-, Wettbewerbs- und Patentrecht. Letzterer Bereich konnte mit dem Zugang von Henrik Holzapfel, zuvor bei Gleiss Lutz, verstärkt werden. Das M&A-Team wurde durch Sebastian Kalb von Freshfields Bruckhaus Deringer ausgebaut. Außerdem plant man im Januar 2016 die Verstärkung des regulierungsrechtlichen Bereichs durch eine Partnerernennung. Besondere Expertise weist man bei Mandaten auf, die sich an der Schnittstelle des Immobilienwirtschafts- und Gesellschaftsrechts positionieren. Das Büroimmobilienunternehmen Deutsche Office betreute man bei der Veräußerung des Westend Ensembles in Frankfurt und AEW Europe beim Ankauf der LBS-Türme in Stuttgart. Dauerhaft vertritt man das Bauunternehmen STRABAG in Anfechtungs- und Nichtigkeitsverfahren gegen Hauptversammlungsbeschlüsse, zuletzt im Rahmen der Feststellungsklage von Sparta.

Seitz Rechtsanwälte Steuerberater genießt insbesondere im Arbeitsrecht einen hervorragenden Ruf. Unter der Federführung von Stefan Seitz berät man hier namhafte Mandanten aus dem Automotivsektor, der Technologie- und Metallindustrie sowie dem Einzelhandel. Weitere Schwerpunkte bilden das Steuer- und Gesellschaftsrecht, letzteres insbesondere bei M&A, Outsourcing und Umstrukturierungen sowie der Prozessführung. Dieser Ansatz wurde durch den Zugang von Patrick Nordhues, zuvor bei PwC Legal (PricewaterhouseCoopers Legal AG Rechtsanwaltsgesellschaft), weiter ausgebaut. Mandatiert wird man meist von mittelständischen und inhabergeführten Unternehmen, auch häufig aus dem Dienstleistungs- und Mediensektor sowie der Versicherungs- und Pharmabranche; beispielsweise ist man für AXA und GOTHAER sowie Bayer und Roche tätig. An der Schnittstelle zwischen Gesellschafts- und Arbeitsrecht beriet man INTERSPORT bei der Trennung von dem früheren Vorstand Klaus Jost. Die Expertise im Restrukturierungsbereich konnte man durch die Betreuung von Karstadt sowie die Begleitung des Lichttechnikherstellers OSRAM bei der Ausgliederung des Lampengeschäfts unter Beweis stellen. Außerdem ist man in den Bereichen Nachfolge, Stiftungen und Vermögen sowie in der kartell- und markenrechtlichen Beratung erfahren.

Der Fokus von Classen Fuhrmanns & Partner richtet sich auf die handels-, gesellschafts- und arbeitsrechtliche Beratung sowie auf den Bereich des Gewerblichen Rechtschutzes. Man betreut nationale und internationale Unternehmen, einschließlich Family Offices, häufig bei grenzüberschreitenden Unternehmenstransaktionen. Das M&A-Tätigkeitsfeld befindet sich oftmals im Zusammenhang mit banken- und finanzierungsrechtlichen Fragen und hat zudem einen starken Bezug zu den Bereichen Private Equity und Venture Capital sowie Restrukturierungen. Zuwachs bekam das gesellschaftsrechtliche Team durch Rudolf Bonn als Counsel, zuvor bei BDO, und durch Christian Rosner, vormals bei BDO Legal. Unter der Federführung von Dirk Classen berät man ein großes Energieversorgungswerk bei einem Due Diligence- und Transaktionsprozess. Die Gesellschafter des Anlagenbauers MASA betreute man bei der mehrheitlichen Beteiligung des Industriebeteiligungsfonds CGS. Neu hinzugewonnen wurde die AVS Group mit ihrer Gesellschafterin Steadfast Capital Fund III, die man beim vollständigen Erwerb der H+T Trimborn-AVE Verkehrseinrichtung begleitete. Zu den Highlights zählt ferner die Betreuung der ECONDITION beim Verkauf sämtlicher Anteile an Swegon.

Die Full-Service-Sozietät Hecker, Werner, Himmelreich ist insgesamt an sechs Standorten tätig, wobei das Kölner Büro am breitesten aufgestellt ist. Man berät in erster Linie mittelständische Unternehmen im Arbeits-, Steuerstraf- und Gesellschaftsrecht einschließlich M&A, im Immobilien-, Privaten und Öffentlichen Baurecht sowie bei Fragen zum Geistigen Eigentum. Insbesondere dem baurechtlichen Bereich entstammt ein Großteil der Mandantschaft, die auch prozessual vertreten wird. Das Gebäudetechnik-Unternehmen Cofely vertritt man beispielsweise im Bereich Markenanmeldung und -überwachung sowie bei nationalen und internationalen Markenverletzungsverfahren. Zudem betreut man Cofely Deutschland beim Bieterverfahren zum Erwerb des technischen Dienstleisters für Blockkraftwerke H.G.S. sowie zum Erwerb der Servicesparte des insolventen Blockheizkraftwerk- und Anlageherstellers SEVA Energie. Außerdem begleitet das Team öffentlich-rechtliche Körperschaften bei kommunalen Großbauprojekten; dazu gehört die bau- und vergaberechtliche Beratung bezüglich der Anmietung eines neuen Büro- und Verwaltungsgebäudes. Krankenhäuser, Unternehmen aus der Logistikbranche und Family Offices zählen ebenso zu den Mandanten; so wurde ein Family Office bei Mezzanine-Finanzierungen von Immobilien beraten.

Wirtz & Kraneis genießt in der Region ‘einen guten Ruf’ und ist für die Expertise in der Prozessführung und insbesondere für die Vertretung beklagter Organe und Geschäftsführer in Schadenersatz- und Organhaftungsklagen bekannt. So vertrat der häufig empfohlene Thomas Klein den früheren Sparkasse KölnBonn Vorstandvorsitzenden Gustav Schröder bei der Abwehr einer Schadenersatzklage institutioneller und privater Anleger im Zusammenhang mit den Oppenheim-Esch-Fonds und bei der Auseinandersetzung mit dem Bankinstitut. Klaus Bath, ein Ex-Vorstand der Aktiengesellschaft Teldafax, vertrat man in einer Schadenersatzklage des Insolvenzverwalters. Komplementiert wird diese Praxis durch die Beratungsschwerpunkte im Gesellschafts-, Steuer- und Arbeits- sowie Bank- und Kapitalmarktrecht. Man betreut überwiegend mittelständische Unternehmen, Insolvenzverwalter, Freiberufler, Banken und Versicherungen sowie bundesweit und international tätige Konzerne. Randolf Mohr wird empfohlen.

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