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Deutschland 2016 > Regionale Kanzleien: Wirtschaftsrecht > Ruhrgebiet und Westfalen

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Redaktionelle Abschnitte

Die Region Ruhrgebiet und Westfalen zeigt sich wirtschaftlich sehr vielseitig, was mit einer umfassenden wirtschaftsrechtlichen Betreuung der dort ansässigen Kanzleien einhergeht. Zudem ist die notarielle Beratung ein fester Bestandteil des Tätigkeitsbereichs vieler Sozietäten. Zwar verlor die Montanindustrie im Ruhrgebiet mit dem Strukturwandel an Bedeutung, doch haben namhafte Montanunternehmen wie die RAG, Evonik Degussa und ThyssenKrupp nach wie vor ihren Sitz und große Produktionsstandorte in der Region. Dominiert wird die Wirtschaftsleistung jedoch vom Dienstleistungssektor. Energie- und Wasserversorger wie RWE und E.ON Ruhrgas verfügen außerdem hier über ihre Konzernzentralen, woraus sich viele bau-, vergabe- und öffentlich-rechtliche Mandatierungen ergeben. Zu den prominenten Beispielen zählt der Aufbau des Emscher Abwasserkanals. Das größte wasserwirtschaftliche Infrastrukturprojekt Europas wird von einer lokalen Kanzlei bei den Planfeststellungsverfahren begleitet. Hinzu kommen Mandatierungen von Unternehmen der Logistikbranche, die ihren Sitz im Ruhrgebiet aufgrund der guten infrastrukturellen Anbindung wählen, sowie von namhaften Handelskonzernen wie ALDI, Douglas und Tengelmann. Westfalen ist die Heimat von Dr. Oetker und Miele und legt mit diversen Universitätsgründungen einen neuen Fokus auf Hightech-Produkte, worauf der Kanzleimarkt mit einer wachsenden IT-Expertise reagiert.

Im Regionalteil Ruhrgebiet und Westfalen werden bedeutende ortsansässige Kanzleien sowie deren besondere Spezialisierungen und Stärken in allen Aspekten des Wirtschaftsrechts dargestellt. Großkanzleien und Boutiquen finden Sie in unseren bundesweiten Bewertungen, untergliedert nach Praxisbereichen.

Die ‘sehr gute’ Kanzlei Aulinger Rechtsanwälte ist durch zwei Standorte in Bochum und Essen in der Region gut vernetzt. Man wird von Unternehmen sowie Auftraggebern der öffentlichen Hand in allen wirtschaftsrechtlichen und notariellen Belangen mandatiert, wobei das Gesellschafts-, Handels-, Arbeits-, Immobilien- und Baurecht den Beratungskern bilden. Das arbeitsrechtliche Team fand durch die Partnerernennung von Bastian-Peter Stenslik Verstärkung, die bau- und architektenrechtliche Praxis durch Marco Krenzer und die Sanierungs- und Restrukturierungsberatung durch Markus Winnacker. Das Vergaberecht wurde durch Nicola Ohrtmann von Bird & Bird ausgebaut. Hier berät man Stadtmarketing Karlsruhe im Rahmen der Ausrichtung des dreihundertjährigen Stadtjubiläums. Die Landeshauptstadt Stuttgart vertritt man gegen den Energieversorger EnBW bezüglich der geforderten Herausgabe der städtischen Wasserversorgung. Als weiteres Spitzenmandat hebt sich die Vertretung des ehemaligen ThyssenKrupp-Managers Uwe Sehlbach bei einer kartellrechtlichen Schadensersatzklage als Folge von Preisabsprachen im Schienenverkehr hervor. Markus Haggeney wird empfohlen.

Das Aushängeschild von Kümmerlein ist das Gesellschafts- und Handelsrecht. Besondere Expertise kommt hierbei dem Transaktionsgeschäft, dem Bereich Corporate Housekeeping, der Vertragsgestaltung sowie der Streitbeilegung zu. Zudem ist man für bau-, kartell-, arbeits-, IT- und öffentlich-rechtliche sowie notarielle Belange gut aufgestellt. Neben Unternehmen des herstellenden Gewerbes bilden Verlagsgruppen, Krankenhäuser und Ver- und Entsorger die Mandantenbasis. Sebastian Heidtkamp, bekannt für einen ‘guten Beratungsansatz’, berät Aktiengesellschaften aus dem Gesundheitswesen und der Energieversorgung bei gesellschaftsrechtlichen Fragestellungen. Die Industrieunternehmensgruppe Etex wird beim Verkauf von Eternit Flachdach an Soprema unter der Federführung von Martin Gisewski begleitet; für den Baukonzern HOCHTIEF ist man bei der Veräußerung des Immobilienentwicklers formart an den Private Equity Investor ActivumSG tätig; und das Universitätsklinikum Essen betreut man im Personalvertretungs-, Arbeitsschutz- und Beamtenrecht sowie bei Verhandlungen zu Dienstvereinbarungen. Ulrich Irriger gilt als ‘herausragend’.

Brandi Rechtsanwälte ist eine ‘sehr gute’ Full-Service-Kanzlei mit starker regionaler Präsenz. Zur Mandantenbasis gehören vorwiegend mittelständische Unternehmen, häufig aus der Maschinenbaubranche und dem Handelsbereich, sowie Auftraggeber der öffentlichen Hand, die man im Gesellschafts-, Arbeits-, Steuerstraf- und Vergaberecht sowie im M&A-Bereich und zu Fragen des Gewerblichen Rechtschutzes berät. Unter der Federführung von Annette Mussinghoff-Siemens betreut man das Innovationszentrum Campus Bielefeld bei der Durchführung von VOF-Verfahren für Ingenieurleistungen im Rahmen der Errichtung des Innovationszentrums. Portland Zementwerke Seibel & Söhne begleitet man bei der betrieblichen Umstrukturierung. Durch die Partnerernennung von Rüdiger Hitz konnte man die wirtschaftsstrafrechtliche Komponente des Büros in Hannover weiter ausbauen. Zudem im Wachstum befindet sich das IT-rechtliche Segment, das in Bielefeld seinen Hauptsitz hat und unter der Leitung von Sebastian Meyer steht. Er berät Unternehmen unter anderem bei der Einführung neuer Produkte und begleitet Vertragsverhandlungen.

Grüter etablierte sich als Duisburger Traditionskanzlei insbesondere im M&A-Bereich und im Gesellschaftsrecht, das eine stark internationale Komponente aufweist. Hier ist man beispielsweise in der Neugestaltung von Kooperations- und Konsortialverträgen sowie in der Erwerbsprüfung und der Kaufs- und Verkaufsbegleitung von Anteilen und Aktienkapital involviert. Komplementiert wird diese Tätigkeit durch Know-how in den Bereichen Handel und Haftung, im Sport- und Arbeitsrecht sowie in der Sanierungsberatung. Besondere Stärke weist man zudem in der Prozessführung und in Schiedsverfahren auf. Zur Mandantenbasis gehören häufig Unternehmen aus der Zuliefererindustrie, dem industriellen Anlagenbau, dem Handel- und Bankwesen, der Informationstechnologie sowie der Sport- und Medienbranche. Unter der Federführung von Andreas Felsch wurde der westfälische Werkzeughersteller Gildemeister zur Vertiefung der Kooperation mit dem japanischen Partner DMG Mori Seiki kontinuierlich beraten. Ina-Maria Böning wird empfohlen.

In den Mittelpunkt des Tätigkeitsbereichs stellt Schmidt, von der Osten & Huber die gesellschafts-, arbeits-, steuer- und aktienrechtliche sowie die M&A-Beratung. Ein weiteres Standbein bilden das Gesundheitsrecht und die Markenverwaltung sowie der Nachfolge-, Vermögens- und Stiftungsbereich. Unter dem Mandantenstamm befinden sich namhafte Unternehmen wie ALDI; man berät den Kernmandanten weiterhin umfassend im Gesellschafts-, Arbeits- und IT-Recht. ALDI Nord begleitet man insbesondere im operativen Geschäft; hier ist Lars Kolks eine Schlüsselfigur. Hinzu kommen Highlight-Mandanten wie Rhein-Ruhr Collin und Stewing, die man gesellschaftsrechtlich beriet. Die Heinz Nixdorf Stiftung, in der Bernd Klein Vorstandsmitglied ist, und die Stiftung Westfalen betreut man im Stiftungsrecht. Aufgrund der gesundheitsrechtlichen Expertise wird das Team zudem von Krankenhäusern und Ärzten mandatiert.

Die ‘empfehlenswerte’ Sozietät Spieker & Jaeger ist in der Region für die starke notarielle Präsenz und die erfahrene gesellschaftsrechtliche Praxis bekannt. Daneben bilden das Bau- und Immobilien-, Marken- und Wettbewerbs- sowie das Steuer- und Arbeitsrecht weitere Facetten des Beratungsspektrums. Man berät häufig bei Umstrukturierungen, Akquisitionen und Nachfolgefragen. Als prominentes Mandat verzeichnet man die Begleitung des Zwiebackherstellers Brandt bei der Übernahme der Mehrheit am westfälischen Unternehmen Schoko-Dragee unter der Federführung von Steffen Lorscheider. Er berät außerdem den Verband Deutscher Mineralbrunnen, eine Privatbrauerei, einen führenden EDV-Systemanbieter und mehrere Fonds-Emissionshäuser dauerhaft. Jochen Berninghaus begleitete die Familie Schuler und die Klessmann Stiftung beim Verkauf von Anteilen des Maschinenbauers Homag an den Automobilzulieferer Dürr. Achim Herbertz und Robert Jung werden empfohlen.

Streitbörger Speckmann ist ‘in Westfalen eine sehr gute Adresse’ und bundesweit mit vier Büros, davon drei in der Region, vertreten. Man berät den überwiegend mittelständischen und aus großen Unternehmen bestehenden Mandantenstamm umfassend bei wirtschaftsrechtlichen und notariellen Belangen. Darunter befinden sich Industriebetriebe, Unternehmen des produzierenden Gewerbes, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie Kommunen und andere Auftraggeber der öffentlichen Hand. Der Standort in Bielefeld ist für seine starke Aufstellung in der Insolvenzverwaltung, im Gesellschafts- und Öffentlichen Recht bekannt; das Büro in Hamm für die bankrechtliche Expertise, die durch die Partnerernennung von Peter Rösmann weiter ausgebaut wurde. Zudem weist man einen hohen Erfahrungswert in der Prozessführung auf, was zu häufigen Mandatierungen von Volksbanken, Sparkassen und Großbanken führt. Weitere Facetten des Beratungsspektrums bilden das Arbeits-, Wettbewerbs- und Versicherungsrecht. Dauerhaft beraten werden Dr. Oetker, Schüco, Seidensticker und Gerry Weber.

Wolter Hoppenberg deckt an den beiden Standorten Hamm und Münster eine breite Palette des Wirtschaftsrechts ab, wobei man letztgenanntes Büro bei baurechtlichen Belangen hinzuzieht. Man berät öffentlich-rechtliche Körperschaften wie Kommunen, Verbände, Stadtwerke, Wirtschaftsförderungs- und Entsorgungsgesellschaften. Die Emschergenossenschaft betreute man beispielsweise beim Kauf eines großen mittelständischen Servicebetriebs und fortlaufend beim Planfeststellungsverfahren des Emscher Abwasserkanals, dem größten wasserwirtschaftlichen Infrastrukturprojekt Europas. Bei privatwirtschaftlichen Belangen betreut man vorwiegend den regionalen Mittelstand, oftmals aus der Werkstoff-, Zement- und Baustoffindustrie. Im gesellschaftsrechtlichen Rahmen zählen außerdem Unternehmen aus der Automobil- und Flugzeugzulieferindustrie zum Mandantenstamm, die man häufig bei der vertraglichen Gestaltung von Joint Ventures begleitet. Bereits seit 2011 wird Roche bei der Sanierung der Altablagerung Kesselgrube in Grenzach-Wyhlen beraten. Außerdem zu den Mandanten gehören die Stadtwerke Hamm, MODBAU sowie SCHWENK Zement.

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