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Deutschland 2016 > Regionale Kanzleien: Wirtschaftsrecht > Sachsen

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Redaktionelle Abschnitte

Unter den neuen Bundesländern etablierte sich Sachsen als die erfolgreichste Region und somit zu einem attraktiven Standort für Wirtschaftsrechtskanzleien. Mit Rückblick auf eine lange industriell-gewerbliche Tradition entwickelt sich das Land zunehmend zu einem international wettbewerbsfähigen Hochtechnologiestandort. Zu den wirtschaftlichen Motoren zählen die Bereiche Mikroelektrik, Elektrotechnik, Medien, Finanzdienstleistungen sowie Maschinen- und Fahrzeugbau. Darüber hinaus spielt die Bildungslandschaft mit zahlreichen Universitäten sowie staatlichen und privaten Hochschulen eine bedeutende Rolle. Der regionale Fokus vieler sächsischer Sozietäten, der oftmals auch den Großraum Berlin miteinschließt, ergibt vorwiegend einen aus Investoren, privaten Bildungsträgern und Unternehmen der Automotive- und Medienbranche bestehenden Mandantenstamm. Neben den wirtschaftsrechtlichen Kernbereichen des Gesellschaftsrechts einschließlich M&A lässt sich eine Fokussierung vieler Kanzleien auf das Arbeitsrecht feststellen. Zudem befinden sich vielzählige Investitionen an der Schnittstelle zwischen dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereich, was wiederum zu einer guten Aufstellung in der Öffentlichen Rechtsberatung führt, die sich oftmals auf vergaberechtlicher Ebene bewegt. Einige Kanzleien weisen außerdem Spezialexpertise im Medizinrecht und der Begleitung von Mandanten bei Restitutionsverfahren auf.

Im Regionalteil Sachsen werden bedeutende ortsansässige Kanzleien sowie deren besondere Spezialisierungen und Stärken in allen Aspekten des Wirtschaftsrechts dargestellt. Großkanzleien und Boutiquen finden Sie in unseren bundesweiten Bewertungen, untergliedert nach Praxisbereichen.

Gruendelpartner befindet sich mit der Standorteröffnung in Berlin und dem personellen Zuwachs auf beachtlichem Expansionskurs. Durch den Zugang von Dirk Lange sowie einer Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin, beide vormals bei Bren Lange Rosse + Partner, konnten die Bereiche Steuer- und Öffentliches Recht hinzugewonnen werden. Letztere Praxis ist innerhalb der Verwaltungs- und Immobilienrechtsberatung angesiedelt. Der Hauptstandort Leipzig gilt als profiliert in den Kerngebieten M&A, Gesellschafts-, Arbeits-, Bau- und Immobilien- sowie Medien- und Presserecht. Aus der fachlichen Expertise und dem regionalen Fokus ergibt sich ein Mandantenstamm, der insbesondere aus Investoren, privaten Bildungsträgern, der Automotive- und Medienbranche besteht. Die beiden Beteiligungsgesellschaften bm-t und CFH berät man bei gesellschaftsrechtlichen Fragestellungen; ein weiteres Highlight ist die laufende arbeitsrechtliche Beratung und gerichtliche Vertretung von BMW. Die Rahn Dittrich Group und Couchfunk gehören ebenfalls zu den Mandanten. Das neue Berliner Büro baut unter Steffen Fritzsche die Segmente Venture Capital, Gesellschafts- und IT-Recht aus und ist somit in der Start-up-Szene gut aufgestellt.

Die Sozietät Kiermeier Haselier Grosse fokussiert sich auf die gesellschafts-, bau- und vergaberechtliche Beratung mittelständischer inhabergeprägter Unternehmen wie auch vermögender Privatpersonen und Stiftungen. Neben den Kernbereichen ist man im Wirtschaftsstraf- und Arbeitsrecht, hier oftmals im Rahmen der Arbeitgeberberatung, auch gut aufgestellt. Wirtschaftsstrafrechtlich bewegt man sich vorwiegend an der Schnittstelle zum Medizinrecht; Markus Haselier ist eine Schlüsselfigur. Gründungspartner Lothar Kiermeier versteht es anhand seiner Zusatzqualifikation zum Steuerberater die rechtliche Komponente mit der steuerlichen zu verbinden und ist in der umfassenden Beratung familien-, erb- und steuerrechtlicher Aspekte anerkannt. Das vergaberechtliche Team um Tobias Hänsel wird zunehmend von Auftraggebern der öffentlichen Hand mandatiert, darunter die Stadt Zwickau, die man bei großvolumigen Projektausschreibungen begleitet. Zudem ist man für zahlreiche vergaberechtliche Tochtergesellschaften der Landeshauptstadt Dresden, zuletzt Dresdner Bäder, tätig. Allerdings musste das Team mit dem Abgang von Wolfgang Kau, der seine eigene Kanzlei gründete, den Verlust eines erfahrenen Partners im Baurecht verkraften.

Battke Grünberg genießt ‘einen guten Ruf’, ist insbesondere ‘im Arbeitsrecht stark’ und konnte mit der Partnerernennung von Frank Martin Thomsen den Bereich noch weiter ausbauen. Zu den Dauermandanten des arbeitsrechtlichen Teams zählt beispielsweise das Herzzentrum Dresden Universitätsklinikum. EASTCON begleitet man bei der Betriebsschließung und die Elbe Flugzeugwerke bei Betriebsratswahlen; Andrea Benkendorff ist hier sehr aktiv. Daneben bildet die handels- und gesellschaftsrechtliche Komponente einschließlich M&A einen zusätzlichen Fokus. Die vergaberechtliche Praxis verstärkte man durch die Partnerernennung von Ludger Meuten, der unter anderem die Stadt Senftenberg zu Fragen bezüglich des EU-Beihilferechts beriet. Betreut werden außerdem Mandanten aus den Bereichen der gewerblichen und mittelständischen Wirtschaft, darunter Automotiv-, Maschinenbau- und Pharmazieunternehmen, Betriebe der veredelten Energie sowie aus dem kommunalen und karitativen Sektor. Das Martinshof Rothenburg Diakoniewerk begleitete man beispielsweise beim Verkauf einer Seniorenresidenz und das Maschinenbauunternehmen COTESA betreut man bei arbeits- und gesellschaftsrechtlichen Belangen.

CSC Rechtsanwälte hat ihren Hauptstandort in Dresden und zwei kleinere Büros in Berlin und München. Als Teil der umfassenden wirtschaftsrechtlichen Beratung ist man für die Spezialisierung im Gesellschafts-, Restitutions-, Gewerblichen Miet-, Bau- und Immobilienrecht sowie im Öffentlichen Recht bekannt. Die Mandantenbasis entstammt vorwiegend der Medienwelt, dem Handel und dem Transportwesen. Man berät zudem Versicherungs-, Immobilien- und Fondsgesellschaften sowie Banken. Außerdem wird man von nationalsozialistisch-geschädigten Unternehmen und Privatpersonen mandatiert; so vertritt man die Bankhäuser Gebrüder Arnhold und S. Bleichröder in einem großräumigen Restitutionsverfahren. In einer Vielzahl bundesweiter Verfahren ist das Team zudem für Einzelhandelsfilialisten wie Spiele Max, Charles Vögerle, KIENAST, ABC-Schuhe, Baby-Walz und Peter Hahn bei Streitigkeiten aus dem laufenden Betrieb der Mietverhältnisse tätig. Mit dem Abgang von Stephan Cramer zu Heimann Hallermann verlor man den Bereich Ziviles Baurecht.

Petersen Hardraht berät Unternehmen und öffentlich-rechtliche Körperschaften im mitteldeutschen Raum zu arbeits-, handels-, gesellschafts-, steuer-, bau- und immobilienrechtlichen Belangen. Eine besondere Stärke liegt hierbei an der Schnittstelle zwischen Öffentlichem und Privatem Recht sowie Gesellschafts- und Steuerrecht. Arbeitsrechtlich konnte man sic him September 2015 durch Steffen Pruggmayer von Mohns Tintelnot Pruggmayer Vennemann sowie Eckhart Braun von CMS, der auch gesellschaftsrechtlich versiert ist, verstärken. In allen sächsischen Großstädten präsent, legt man am Dresdner Standort den Fokus auf das Öffentliche Recht; hier ist Klaus Hardraht federführend. Man betreut beispielsweise ein Transportunternehmen bei immobilien- und öffentlich-rechtlichen Fragen. Außerdem gehören Fondsgesellschaften und Unternehmen aus dem Energiesektor zum Mandantenstamm, den man auch bei Streitigkeiten im Energiewirtschafts-, Gesellschafts- und im Öffentlichen Recht vertritt. So begleitet man Auseinandersetzungen mit Unternehmensvorständen oder bei Finanzierungsfragen. Im öffentlichen Bereich gehören Städte und Gemeinden in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu den Mandanten, die man bei Vergabeprüfungsverfahren und bei der Vergabe von Rettungsdienstleistungen begleitet; ein Gebiet, in dem Markus Bach angesehen ist.

Schäuble Grams Friedrich & Partner ist neben Leipzig auch mit einem Büro in Berlin vertreten und betreut mittelständische Unternehmen, Banken, Versicherungen sowie Freiberufler und Privatpersonen umfassend im Wirtschaftsrecht, einschließlich der prozessualen Vertretung. Schwerpunkte lassen sich im Gesellschafts-, Handels-, Arbeits- und Wettbewerbsrecht verorten. In der arbeitsrechtlichen Praxis sticht Ulrike Grams hervor; sie betreut vorwiegend die Geschäftsleitungen mittelständischer Unternehmen und ist in der Neustrukturierung von Vertragsstrukturen erfahren. Schlüsselfiguren des Gesellschafts- und Handelsrechts sind am Leipziger Standort Matthias Friedrich, der außerdem immobilienrechtliche Erfahrung hat, und im Berliner Büro Michael Friedrich, der zudem im Bank- und Kapitalmarktrecht versiert und als Wirtschaftsmediator tätig ist. Man begleitet Unternehmen bei der Unternehmensgründung, -umwandlung und -fusion und die Gestaltung von Unternehmensnachfolgen ist eine weitere verlässliche Säule des Geschäfts.

Weidinger Richtscheid verfügt über besondere Expertise in der bank- und energierechtlichen Betreuung von Energieversorgern, regionalen Banken und Sparkassen sowie mittelständischen Unternehmen. Aufgrund dieser Fokussierung zählt man vorwiegend Unternehmen der Energiebranche wie Stadtwerke oder Dienstleister zum Mandantenkern, die man energie-, gesellschafts-, arbeits- und finanzierungsrechtlich an zwei Standorten betreut. Man berät bei Lieferverträgen, Beteiligungsfragen und dem Netzzugang und hier ist Namenspartner Thomas Weidinger anerkannt. Im prozessualen Rahmen bewegt man sich insbesondere im Bereich der Beraterhaftung sowie im Schadenersatz- und Bankrecht und ist oftmals in der Abwehr von Ansprüchen oder der Inanspruchnahme von Schuldnern tätig. Steffen Richtscheid wird für bank- und finanzrechtliche Belange empfohlen.

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