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Deutschland 2016

Deutschland 2016 > Restrukturierung und Insolvenz

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Redaktionelle Abschnitte

Marktüberblick

Im Umbruch begriffen ist der Markt im Bereich der Insolvenzverwaltung. Die anhaltend positive Konjunktur in Deutschland sorgte auch 2015 wieder für eine Abnahme an Firmenpleiten. Dies führte zu einem erheblichen Rückgang der klassischen insolvenzrechtlichen Mandate und damit einhergehend zu einer gewissen Nervosität im Insolvenzverwaltermarkt. Im Ergebnis müssen zahlreiche reine Verwalter ihr Geschäftsmodell umstellen und auf Beratungsangebote ausweiten, wollen sie nicht, wie vor allem im Falle einiger kleinerer Einheiten bereits geschehen, selbst Insolvenz anmelden. Einige größere Kanzleien haben diesen Schritt bereits vollzogen, andere haben sich aufgrund der schwierigen Marktlage zusammengeschlossen, um für die Zukunft besser gewappnet zu sein und Expertise gebündelt anzubieten. Indes verhält sich der starke Einbruch bei den Insolvenzen umgekehrt proportional zur Anzahl der Restrukturierungen: Im Zuge der ESUG-bedingten Veränderungen werden die neuen Möglichkeiten der Eigenverwaltung und des Schutzschirmverfahrens ausgiebig genutzt, um Firmenpleiten rechtzeitig abzuwenden. Für ein Atemstocken im Markt sorgte das Urteil gegen die Kanzlei Hengeler Mueller, die nach der Pleite des Photovoltaik-Anbieters Q-Cells vom Landgericht Frankfurt zu einer Zahlung von €4,5 Millionen an den Insolvenzverwalter Henning Schorisch von HWW Hermann Wienberg Wilhelm aufgefordert wurde; ein Urteil, gegen das die Kanzlei Berufung eingelegt hat.


Insolvenz

Tabellenverzeichnis

  1. Insolvenz
  2. Führende Namen

Führende Namen

  1. 1

Umfasst die Beratung bezüglich der Sanierung und Abwicklung von zahlungsunfähigen Unternehmen, sowie hinsichtlich der Vermeidung von Abwicklung.

Uneingeschränkt empfehlenswert’ und ‘führend vor allem in der nationalen Insolvenzberatung’ ist Görg Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB. Das breit aufgestellte Team, deutschlandweit verteilt auf 24 Standorte mit zwölf Partnern, wird als ‘sehr schnell’ und ‘immer ansprechbar’ beschrieben. Man hat sich auf umfangreiche und komplizierte Verfahren, Sekundärinsolvenzen und Treuhandtätigkeiten spezialisiert. Die zahlungsunfähig gewordene AC Biogas mandatierte die Kanzlei beispielsweise im Rahmen der Eigenverwaltung. Zudem sorgte das Team als Berater eines Pools von Banken und Versicherungen im Zusammenhang mit einer €2 Milliarden hohen Forderung gegenüber HETA Assets Resolution für Schlagzeilen. Helmut Balthasar gilt als ‘echte Persönlichkeit in der Insolvenzberatung’, er ist ‘eloquent’ und ‘denkt sehr wirtschaftlich’. Thorsten Bieg ist ‘hochqualifiziert’ und ‘erfahren’ und Martin Stockhausen gilt als ‘fachlich sehr stark bei der Umsetzung von komplexen Insolvenzplänen’. Christian Bärenz, Hans-Gerd Jauch und Jörg Nerlich werden ebenfalls empfohlen.

Die Fusion zwischen HWW Wienberg Wilhelm und Hermann Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater zu HWW Hermann Wienberg Wilhelm sorgte Anfang 2015 für Aufsehen in der Insolvenzverwalterszene. Man reagierte damit auf die starken Veränderungen infolge der ESUG-Einführung und der Liberalisierung des Insolvenzmarktes. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, entstanden ist eine der größten Einheiten für Restrukturierungen, Insolvenz- und Zwangsverwaltung sowie Unternehmensberatung. Insgesamt 120 Berufsträger arbeiten an 24 Standorten, Mandanten schätzen die ‘exzellente Beratung’. Die Kanzlei wird häufig vom deutschen Mittelstand mandatiert, wobei ESUG-bedingt in zahlreichen Fällen eine Fortführung und Stabilisierung der betreffenden Unternehmen herbeigeführt wurde. So sanierte man etwa die Alsfelder Landbrauerei, den Messebauer AMBROSIUS und den Krawattenhersteller EDSOR KRONEN. Daniel Fritz findet ‘stets pragmatische Lösungen und ist auf Ausgleich bedacht’. Rüdiger Wienberg gilt als ‘prägende Figur’, Christian Otto und Ottmar Hermann werden als ‘sehr gut’ und ‘stark in der Unternehmensfortführung’ bewertet. Ebenfalls empfohlen wird Rainer Bähr.

Ganz klar einer der besten Insolvenzverwalter in Deutschland’ ist Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter. Man ist in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht, Prozessrecht sowie verwandten Rechtsgebieten überregional mit sieben Verwaltern tätig. Kollegen haben ‘eine gute Meinung’ vom ‘exzellenten’ Namensgeber Michael Jaffé, der im Markt als ‘klarer Kopf’ gilt. Das Team kümmert sich schwerpunktmäßig um die Sanierung von Unternehmen und agiert als Sachwalter in Schutzschirmverfahren nach dem ESUG. Zuletzt war man unter anderem im Zusammenhang mit der internationalen Großinsolvenz des zahlungsunfähigen Speicherchipherstellers Qimonda in den Schlagzeilen, hier konnte ein Vergleich zwischen dem Mandanten und dessen Mutterkonzern Infineon erzielt werden, dies jedoch mit Ausnahme eines beim Landgericht München anhängigen Verfahrens gegen Infineon wegen wirtschaftlicher Neugründung und Differenzhaftung. Im Insolvenzverfahren über das Vermögen von DCM Deutsche Capital Management wurde das Management mehrerer Transportfonds in neue Hände übergeben. Juristisches Neuland betrat die Kanzlei als Verwalter der Stadtwerke Gera und der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH, hier mussten zahlreiche komplexe Fragestellungen bearbeitet werden, um einen Zusammenbruch der Beteiligungsunternehmen zu verhindern.

White & Case LLP gehört nach wie vor zu den ‘Marktführern im Bereich Insolvenzverwaltung’. Dies liegt mit neun Partnern und zahlreichen 25 weiteren Berufsträgern an acht bundesweiten Standorten nicht zuletzt an der ‘großen Zahl an hervorragenden Verwaltern’ ebenso wie an der ‘sehr kollegialen Zusammenarbeit’, so dass auch ‘sehr große Verfahren immer hervorragend betreut’ werden. Beispiele hierfür gibt es zahlreiche: Sven-Holger Undritz, der als ‘sehr guter Kommunikator’ gilt, kümmerte sich zuletzt um die Abwicklung mehrerer Einschiffsgesellschaften und war in die Bearbeitung des Insolvenzfalls der Beluga-Reederei involviert. Sylvia Fiebig, die stets ‘gute Kompromisse und Lösungen’ findet, begleitet nach wie vor die Handelskette mStore in der Eigenverwaltung, und der ‘verlässliche und pragmatischeBiner Bähr ist ‘hervorragend geeignet für größere Verfahren’ wie im Rahmen der Insolvenz von Whitesell Germany demonstriert wurde. Ebenfalls empfohlen wird Christoph Schulte-Kaubrügger.

Brinkmann & Partner hat sich in der Insolvenzverwaltung die Sanierung und Fortführung noch laufender Geschäftsbetriebe auf die Fahnen geschrieben. Berthold Brinkmann gilt als ‘führender Kopf’ der Gruppe und wird als ‘super Sozius’ lobend hervorgehoben; Jan Markus Plathner ist ‘sehr geschickt und akquisestark’. Betreut werden Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen, wobei im Hamburger Büro überdurchschnittlich viele Mandanten aus der Schiffbaubranche stammen. Zuletzt vertrat das Team die hochverschuldeten P+S-Werften gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, der man unter anderem ein fehlerhaftes Sanierungsgutachten und mangelhaftes Finanzcontrolling vorwirft.

Piepenburg – Gerling Rechtsanwälte ist im Insolvenzrecht vorrangig in Nordrhein-Westfalen angesiedelt, verfügt aber auch über je ein Büro in Brandenburg und Spanien und hat sich ursprünglich als Sanierer von Handelsketten wie SinnLeffers einen Namen gemacht. Die sieben Insolvenzverwalter arbeiten teils eng mit den Kollegen im Bank-, Arbeits- und Gesellschaftsrecht zusammen. Zuletzt begleitete die Kanzlei den Immobilienkonzern IVG als Sachwalter im Planinsolvenzverfahren in Eigenverwaltung; das Unternehmen konnte schließlich saniert und verkauft werden. Äußerst erfolgreich stand man auch dem Spanplatten-Hersteller Pfleiderer zur Seite, der Mandant wurde über eine Eigenverwaltung saniert und spielt wieder eine Rolle im Markt. Für die im Chemiebereich angesiedelte Kruse-Gruppe fand Horst Piepenburg einen Käufer, so dass der Insolvenzantrag zurückgenommen werden konnte. Piepenburg hat sich im Markt einen Namen als ‘Grand Seigneur der Insolvenzverwaltung’ gemacht und ist ‘im Zusammenhang mit großen Fällen im Rheinland immer im Gespräch’. Klaus Gerling wird ebenfalls empfohlen.

Dass die ehemals komplett auf Insolvenzverwaltung ausgerichtete Kanzlei Pluta Rechtsanwalts GmbH inzwischen auch auf Beratung und Restrukturierungen setzt, macht sich im Markt positiv bemerkbar. Mitbewerber stellen fest, die Kanzlei habe in letzter Zeit ‘Aufwind bekommen’, dem Kanzleigründer Michael Pluta sei der Aufbau einer ‘schlagkräftigen Firma’ gelungen. Die Kanzlei verfügt über einen Pool von 30 Insolvenzverwaltern an 36 deutschen Standorten und ist zudem mit Büros in Spanien, Italien und Polen präsent. Zuletzt machte man mit einer erfolgreichen Veräußerung des zahlungsunfähigen Flusskreuzfahrt-Anbieters Nicko Cruises an Mystic Invest auf sich aufmerksam, der Betrieb konnte vollständig weitergeführt werden. Auch beraten wurde der Halbleiterhersteller Telefunken Semiconductors, die Insolvenz konnte jedoch nicht abgewendet werden; mandatiert wurde die Kanzlei auch von der in wirtschaftliche Not geratenen KPS AG, für die man allerdings einen Käufer finden konnte. Besonderes Ansehen im Markt genießt Martin Prager, der auch als Vorsitzender der DAV-Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht und Sanierung agiert; im vorinsolvenzrechtlichen Bereich ist Maximilian Pluta der führende Kopf.

Hut ab!’ – Mandanten und Mitbewerber verneigen sich vor den Leistungen der Kanzlei Schultze & Braun, die im Insolvenzrecht den Ruf einer ‘echten Marke’ genießt. Mit mehr als 35 Verwaltern an über 40 bundesweit gleichmäßig verteilten Standorten handelt es sich um eine der größten Verwalterkanzleien im Land, zudem verfügt man über Büros in London, Paris und Straßburg und bietet vorinsolvenzrechtliche Restrukturierungsberatung an. Zu den Mandanten zählen Unternehmen, in- und ausländische Banken, Gläubiger, Anteilseigner und Investoren. Der zahlungsunfähige skandinavische Photovoltaik-Hersteller Innotech Solar und dessen deutsche Tochtergesellschaften bestellten Rüdiger Bauch zum Insolvenzverwalter, in Deutschland waren 120 Mitarbeiter betroffen. In Bremen wurde Ralph Bünning im Verfahren um die Fondsgesellschaft Premicon Hochseekreuzfahrt bestellt; das Mandat endete mit dem Verkauf des Kreuzfahrtschiffs MS Astor. Frank Schmitt agierte als Verwalter für den Herrenbekleidungshersteller J. Philipp. Daniela Gunreben verstärkt das Team seit ihrem Wechsel von Dr Beck & Partner GbR Rechtsanwälte.

BBL Bernsau Brockdorff & Partner Rechtsanwälte bietet krisengeschüttelten Unternehmen umfassenden Service nicht nur in der Insolvenzverwaltung, sondern auch in der Beratung. Die Sozietät ist an 40 gleichmäßig über das Bundesgebiet verteilten Standorten vertreten. Besondere Stärken liegen in der Zwangsverwaltung von Immobilien und der Beratung zu grenzüberschreitenden Bezügen. Zuletzt agierte Justus von Buchwaldt als Verwalter für die insolvente Blomenburg Venture Park Trägergesellschaft im Zusammenhang mit dem gescheiterten Technologiezentrum Blomenburg in Schleswig-Holstein, das letztlich an ein Firmenkonsortium verkauft werden konnte. Die Hotelanlage Resort Schwielowsee bestellte nach Anmeldung des Insolvenzantrags Christian Graf Brockdorff zum vorläufigen Sachwalter in Potsdam, geplant ist eine Sanierung mittels Eigenverwaltung. Und der Sanierungsexperte Andreas Liebaug unterstützte die bisherige Geschäftsleitung der BMG Gesellschaft für moderne Informationssysteme bei der geplanten Restrukturierung. Georg Bernsau wird ebenfalls empfohlen.

Dr Beck & Partner GbR Rechtsanwälte beherbergt acht Insolvenzverwalter und ein interdisziplinäres Team aus Rechtsanwälten, Wirtschaftsjuristen und Betriebswirten. Die Kanzlei mit Stammsitz in Nürnberg ist an sieben weiteren bayerischen Standorten präsent, wobei das Münchner Büro ausgebaut wird. Die Kanzlei war in letzter Zeit an einigen der größten Insolvenzverfahren beteiligt: In einem Schutzschirmverfahren etwa wurden Joachim Exner und Kanzleigründer Siegfried Beck als Sachwalter bestellt, um das Unterhaltungselektronik-Unternehmen Loewe zu restrukturieren; der Mandant wurde schließlich an einen Investor verkauft. Zudem half man dem insolvent gewordenen fränkischen Elektronikhersteller Metz, Investoren für zwei ihrer Produktionssparten zu finden. Hubert Ampferl sorgte dafür, dass der zahlungsunfähige Softwareanbieter Metasonic gerettet wurde. Salary-Partnerin Daniela Gunreben wechselte zu Schultze & Braun.

Die Insolvenzverwalter bei CMS sind in einigen der momentan wichtigsten ESUG-Verfahren und Insolvenzen aktiv. Michael Frege, der sich einen Namen unter anderem als Verwalter von Neckermann und Lehman Brothers Bankhaus gemacht hat, wird als ‘geradliniger, souveräner Verwalter’ beschrieben, der ‘gute wirtschaftliche Ergebnisse’ liefert. Der ‘sehr angesehene’ Joachim Kühne half dem in die Insolvenz gegangenen Informationsdienstleister Swets, mit dem Unternehmen Schweitzer Fachinformationen einen Käufer zu finden, so dass der Betrieb weitergeführt werden konnte. Ein weiterer wichtiger Mandant war HSCV, vormals Happy Size-Company Versandhandel. Neben Frege und Kühne werden auch Alexandra Schluck-Amend und Rolf Leithaus empfohlen.

Bei Kebekus et Zimmermann in Düsseldorf bildet die klassische Insolvenzverwaltung den Schwerpunkt, man ist jedoch regelmäßig in Insolvenzplanverfahren und Sanierungen involviert, in Einzelfällen berät man auch institutionelle Gläubiger. Namensgeber Frank Kebekus, ‘bei allen Seiten beliebt’ und als ‘Lichtgestalt in der Insolvenzverwaltung’ beschrieben, wurde als Sachwalter von Also bestellt, dem insolventen Logistikdienstleister der Augsburger Weltbild-Gruppe. Ein weiterer Mandant war die zahlungsunfähige Krankenhausgeselschaft Marienhospital Münsterland, die man in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung betreut.

Der renommierte und alteingesessene Insolvenzverwalter Kübler ist in erster Linie in operatives Krisenmanagement und dauerhafte Betriebsfortführungen involviert. ESUG-bedingt musste die Sozietät Standorte dezimieren, gleichzeitig wurde die Beratungstätigkeit ausgebaut. Der im Markt angesehene Managing Partner Bruno Kübler, der als ‘Verwalter alten Schlags’ gilt, beriet zuletzt das zahlungsunfähig gewordene Solarenergieunternehmen SOLON und konnte zudem die Hälfte des geschätzten Restvermögens der insolventen Infinus-Gruppe sichern. Franz-Ludwig Danko beriet unter anderem das Startup-Unternehmen Mantiburi und Valentin Furnierwerke.

Leonhardt Rattunde gilt in der Insolvenzverwaltung als eine ‘feste Adresse in Berlin’, verfügt jedoch auch über Büros in Düsseldorf, Kiel und an drei ostdeutschen Standorten. Zuletzt war man im vorläufigen Insolvenzverfahren auf Seiten von Stark Holding tätig, und die Fleesensee GmbH & Co. Entwicklungs KG wurde bei der Sanierung und erfolgreichen Veräußerung des Ferienresorts Land Fleesensee beraten, wobei sämtliche Arbeitsplätze erhalten werden konnten. Man half zudem der insolventen Augenklinik Bellevue beim Verkauf an eine Investorengruppe. Der ‘eloquente’ Namenspartner Rolf Rattunde in Berlin wird als ‘einer der momentan stärksten Verwalter in Deutschland gesehen’, in Düsseldorf wird Martin Lambrecht empfohlen. Thomas Götze wurde zum Partner ernannt.

Schneider, Geiwitz & Partner fusionierte in fast allen Rechtsbereichen mit der Kanzlei PF&P Rechtsanwälte zur neuen Einheit SGP Rechtsanwälte, firmiert jedoch speziell im Insolvenzrecht nach wie vor unter dem alten Namen. Die Kanzlei kann mit 25 Berufsträgern eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Wirtschaftsprüfern vorweisen, eher eine Ausnahme im Insolvenzverwaltermarkt. Die Insolvenzrechtler sind insbesondere an den wichtigsten Wirtschaftsstandorten in Bayern und Baden-Württemberg vertreten, zudem existieren Büros in Ostdeutschland. Der von Mandanten geschätzte Arndt Geiwitz wurde als Sachwalter im Eigenverwaltungsverfahren von Bielomatik Leuze bestellt, einem Hersteller von Systemen für Papierverarbeitung, wobei ein Teilbetrieb veräußert und das verbleibende Unternehmen mittels Insolvenzplan gerettet werden konnte. Man war auch in zahlreiche klassische Insolvenzverfahren involviert, unter anderem für Hoffmann und Voß.

Wellensiek Rechtsanwälte – Partnerschaftsgesellschaft ist im Umbruch begriffen. Zumindest in der Insolvenzverwaltung muss die Sozietät vorerst mit einem dezimierten Team zurechtkommen, zahlreiche Anwälte haben die Sozietät verlassen. So schlossen sich Marc-Philippe Hornung und Thomas Oberle der Mannheimer Kanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz Rechtsanwalts AG an, um dort eine Insolvenzpraxis aufzubauen. Der Düsseldorfer Standort wurde komplett geschlossen: Andreas Pantlen und einige Associates stellen ihre Expertise nun BBL Bernsau Brockdorff & Partner Rechtsanwälte zur Verfügung, während Christof Schiller im Mannheimer Büro von anchor Rechtsanwälte unterkam. Schließlich machen die drei ostdeutschen Büros in Eigenregie als Scholl · Bleek · Foit weiter. Trotz allem ist man in zahlreiche, teils öffentlichkeitswirksame Insolvenzfälle involviert; so erzielte der ‘hervorragende’ Christopher Seagon mit dem Verkauf der Freiburger Klinik für Tumorbiologie an das Universitätsklinikum Freiburg einen großen Erfolg. Werner Schreiber schied aus Altersgründen aus.

anchor Rechtsanwälte wird im Markt als ‘ein spannendes Haus’ wahrgenommen, das ‘bereits sehr früh flächendeckend’ in der Insolvenzverwaltung und der Sanierungsberatung agierte. Beratungsschwerpunkte und Standorte liegen in Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen, wobei das Stuttgarter Büro durch den Zugang von Thomas Rieger, der 2014 intern aus dem Ulmer Büro wechselte, weiter ausgebaut werden konnte. Zudem wechselte Christof Schiller, ehemals bei Wellensiek Rechtsanwälte – Partnerschaftsgesellschaft, ins Mannheimer Büro der Kanzlei. Im Rahmen der Eigenverwaltung des insolventen Unternehmens Imtech Brandschutz wurde der Sanierungsexperte Alexander Reus in die Geschäftsführung berufen; Ziel ist die Gesamtsanierung des Mutterkonzerns. In Eigenverwaltung saniert werden soll auch das Modelabel Passport Fashion, hier war Tobias Wahl der federführende Kopf, und Paul Abel wurde als Sachwalter ins Schutzschirmverfahren um den zahlungsunfähigen Elektrogroßhandel Ludwig Leuchten bestellt, wobei 200 Arbeitsplätze erhalten werden konnten.

Die Düsseldorfer Kanzlei AndresPartner, die vor der Umbennung Mitte 2015 unter dem Kanzleinamen Andres Schneider praktizierte, ist im Insolvenzrecht gut aufgestellt: sieben Verwalter sind derzeit dort tätig, insgesamt gibt es Büros an 15 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen. Neben Insolvenzverwaltung und Sachwaltung ist man ebenso aktiv in den Bereichen Restrukturierung und Sanierung, vor allem spielt die Begleitung von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren eine Rolle. Man konnte mit Martin Schmidt einen erfahrenen Insolvenzverwalter hinzugewinnen, der zuvor bei Schultze & Braun tätig war; er kommt mit zwei Büros in Detmold und Hameln und zahlreichen Mitarbeitern zur Kanzlei. Dirk Andres, der im Markt ‘sehr geschätzt’ wird, wurde als Verwalter in zahlreichen Insolvenzen bestellt, etwa auf Seiten der Stammzellen-Bank Vivocell Biosolutions.

BRL Boege Rohde Luebbehuesen , ein ‘äußerst angenehmer, tatkräftiger und verlässlicher Partner’, der für ‘überragend gute Betreuung’ steht, wird regelmäßig mit Insolvenzverfahren aller Größenordnungen beauftragt. Seit der ESUG-Einführung ist die in Hamburg, Berlin und weiteren norddeutschen Standorten ansässige Kanzlei zunehmend auch in Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren als Sachwalter und Sanierungsberater involviert. So beriet man als Sachwalter etwa die GAD-Gruppe und SMP Management. Stefan Denkhaus und Friedemann Schade werden empfohlen.

Die Insolvenzverwaltung ist bei Grub Brugger ein wesentlicher Schwerpunkt, wobei man neben der klassischen Verwaltung auch großen Wert auf eine effektive Restrukturierung beziehungsweise Sanierung der Mandanten setzt. Die Kanzlei mit Büros in Stuttgart, Frankfurt und München ist besonders im deutschen Mittelstand gefragt, zu wichtigen Mandanten zählen Schiesser, Südmilch und Bauknecht. Empfohlen werden Hans Konrad Schenk sowie Hendrik Wolfer und Michael Vilgertshofer, die letzteren beiden sind ‘sehr erfahren in der Beratung von Geschäftsführern und Gesellschaftern’ und werden als ‘harte, aber stets faire Verhandlungspartner’ geschätzt.

Hoefer Schmidt-Thieme – Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter ist bundesweit an zehn Standorten vertreten, beraten werden Unternehmen und Geschäftsführer bei der Erstellung von Insolvenzplänen und in der Eigenverwaltung. Als Insolvenzverwalter der Schwarzwälder SH+E-Gruppe konnte Seniorpartner Tobias Hoefer für alle Betriebe einen Investor finden, 600 Arbeitsplätze wurden so gesichert. Der Bereich Insolvenz- und Eigenverwaltung wurde insbesondere im südwestdeutschen Raum mit der Übernahme von Gesa Pantaleon gen. Stemberg, ehemals bei Nehrig, Braun & Sozien, weiter ausgebaut.

Hohe Kompetenz und Aufrichtigkeit’ sind Attribute, die man im Markt mit Lecon Insolvenzverwaltung verbindet. Die Kanzlei, die auf Associate-Ebene wachsen konnte, wartet mit ‘absoluten Insolvenz- und Restrukturierungs-Experten’ auf; zudem wird das Team für die ‘enge Verzahnung zwischen rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Expertise’ geschätzt. Man berät an sieben Standorten in Bayern und ist mit einem Leipziger Büro auch in Ostdeutschland präsent. In letzter Zeit war man zunehmend in Verfahren mit internationalem Bezug involviert, so etwa für das zahlungsunfähige Münchner Fachgeschäft für Kinder- und Umstandsmode Schlichting, mit einer großen Anzahl an Gläubigern in Europa. Die Sozietät war zudem im Nachlassinsolvenzverfahren über das Vermögen des verstorbenen Prinzen von Bayern Rasso Maximilian Rupprecht aktiv. Thomas Klöckner wird für seine ‘pragmatische Vorgehensweise’ und das ‘fachliche Know-how’ gelobt.

Bei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen, ehemals Müller-Heydenreich Beutler & Kollegen, arbeiten fünf Insolvenzverwalter von verschiedenen bayerischen Standorten aus. Schwerpunkte liegen auf grenzüberschreitenden Insolvenzen, Gruppeninsolvenzen, Insolvenzplanverfahren und Betriebsfortführungen. Axel Bierbach wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter der auf Gesundheits- und Wohnimmobilien spezialisierten Golden Gate GmbH bestellt, während Oliver Schartl die insolvente Druckerei Mediahaus Biering begleitete. Ein weiteres Highlight war die Begleitung des Flugzeugherstellers Helipark im Insolvenzverfahren, hier konnte mit der Veräußerung der Tochtergesellschaft XtremeAir an RotorSchmiede ein Teilerfolg erzielt werden.

Dr. Ringstmeier & Kollegen ist stark in der insolvenznahen Beratung und konnte in letzter Zeit zahlreiche Unternehmen vor der drohenden Geschäftsaufgabe retten. So beriet die Kanzlei etwa TOPAZ Textilhandel erfolgreich im Schutzschirmverfahren. Stefan Homann ist ‘ein kluger Kopf’. Ebenfalls empfohlen wird Namensgeber Andreas Ringstmeier, der jüngst als Verwalter der insolventen Energiebau Solarstromsysteme von sich reden machte, die er an ITS Project verkaufen konnte. Einen weiteren Erfolg erzielte er mit der Betriebsfortführung von MBE Cologne Engineering.

Die Hamburger Kanzlei Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin genießt im Insolvenzrecht einen hervorragenden Ruf. Das achtköpfige Team kümmert sich sowohl um die Abwicklung von Unternehmensinsolvenzen als auch um Sanierungsfälle. Tätig ist man für Schuldner, Gläubiger, Geschäftsführer und Gesellschafter. Dietmar Penzlin wird empfohlen.


Restrukturierung

Tabellenverzeichnis

  1. Restrukturierung
  2. Führende Namen

Führende Namen

  1. 1

Umfasst die Beratung bei operativen und finanziellen Restrukturierungen von Unternehmen in der Krise, die Beratung anderer Beteiligter auf Gläubigerseite sowie von Investoren und Insolvenzverwaltern.

Freshfields Bruckhaus Deringer wird durchweg als ‘sehr gute Restrukturierungskanzlei’ wahrgenommen, die ihren Ruf als Marktführer in diesem Bereich weiterhin behaupten kann. Sechzehn Partner beraten an fünf Standorten in meist komplexen, grenzüberschreitenden Mandaten; der Mandantenstamm besteht aus börsennotierten Unternehmen vor und in der Insolvenz, Unternehmen beziehungsweise deren Gesellschaftern oder Kreditgebern bei der finanziellen Sanierung nach ESUG oder über ein englisches Scheme of Arrangement, sowie aus Insolvenzverwaltern, die Unternehmen aus der Insolvenz erwerben. Der Großteil des Teams ist im Bank- und Finanzrecht angesiedelt, es wird allerdings eng mit anderen Fachbereichen zusammengearbeitet, in der Regel in großen Sanierungen. Inzwischen hat die Kanzlei die umfassende Restrukturierung der Kapitalstruktur des Immobilienkonzerns IVG im Volumen von €3,2 Milliarden erfolgreich abgeschlossen. Ein weiteres Highlight war die Beratung eines deutschen Finanzinstituts bei der finanziellen Restrukturierung einer großen internationalen Reederei, zudem begleitete man die Immobiliengesellschaft Amelia Asset 1 im Rahmen eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen von FlexStrom. Ein Transport- und Logistikunternehmen wurde gegen die Insolvenzverwalter verschiedener Gesellschaften des zahlungsunfähigen Schiffdiesel-Anbieters OW Bunker vertreten. Praxisleiter Lars Westpfahl, ‘immer die erste Wahl, wenn man in Restrukturierungen beraten werden will’, genießt einen ausgezeichneten Ruf im Markt. Wichtige Ansprechpartner sind zudem Yorck Jetter, Jochen Wilkens und Franz Aleth.

Gleiss Lutz gilt als Teil der ‘Champions League im Bereich Restrukturierungen’, was unter anderem auf die ‘äußerst hohe juristische Kompetenz’ im Team sowie die ‘sehr pragmatische, kompetente und lebensnahe Beratung’ zurückzuführen ist. Die knapp 40 Köpfe umfassende Praxis ist regelmäßig an einigen der wichtigsten Restrukturierungs- und Insolvenzfällen in Deutschland beteiligt. Die Kanzlei wird von einer wachsenden Zahl an führenden Insolvenzverwaltern zurate gezogen, jüngst etwa von Wellensiek Rechtsanwälte – Partnerschaftsgesellschaft beim Verkauf von Praktiker-Tochtergesellschaften in diversen Ländern. Man berät seit längerem die Scholz-Gruppe, zuletzt im Zusammenhang mit dem Einstieg von Toyota Tsusho als Minderheitsgesellschafter, durch den eine erfolgreiche Restrukturierung und Refinanzierung ermöglicht wurde. In einem der öffentlichkeitswirksamsten Insolvenzfälle der letzten Jahre betrat die Kanzlei mit der umfassenden Beratung des Suhrkamp und Insel Verlags juristisches Neuland, hier zeigte das Team erfolgreich Restrukturierungsalternativen zur drohenden Insolvenz auf. Das Beteiligungsunternehmen Eurazeo als Gesellschafter der APCOA-Gruppe berät man nach wie vor bei der Restrukturierung von APCOA, weitere wichtige Mandanten sind Novatec Solar und ITOM Investment, letzterer wurde als neuer Aktionär der Solarworld in Restrukturierungsfragen beraten. Andreas Spahlinger gilt als ‘sehr guter Restrukturierer’, auch empfohlen werden Helge Kortz und Ralf Morshäuser. Matthias Tresselt wurde in den Partnerstand gehoben.

Görg Partnerschaft von Rechtsanwälten mbBs stabiles Restrukturierungsteam ist an fünf Standorten ‘mit kompetenten Anwälten stark aufgestellt’, darunter befinden sich 13 Partner. Nach wie vor spielt die Kanzlei im vorinsolvenzlichen Beratungsgeschäft in der obersten Liga; unter Beweis stellen konnte man dies etwa im Rahmen der Beratung des Investors Centerbridge bei der finanziellen Restrukturierung des Kfz-Handelsunternehmens A.T.U., dem Hauptgläubiger des Mandanten. Ein weiterer Mandant war Arab Investments, dem man bei der komplexen Refinanzierung des derzeit größten innerstädtischen Shoppingcenter-Projekts in Europa Mall of Berlin beratend zur Seite stand. Michael Nienerza ist ‘einer der besten Sanierungs- und Restrukturierungsexperten in Deutschland’, und an Helmut Balthasar ‘kommt keiner vorbei’. Thorsten Bieg ist ‘einer der führenden Treuhänder in Deutschland und dabei meine erste Wahl’, bemerkt ein Mandant. Sehr gelobt werden zudem der Leiter der Praxisgruppe Martin Stockhausen (‘kreativ’, ‘sehr zuverlässig’) und Christian Bärenz (‘sehr kompetent und fokussiert’). Wolfram Desch wechselte als Equity-Partner zu Graf von Westphalen.

Linklaters LLP gehört zu den ganz Großen im Restrukturierungsgeschäft und ‘zeichnet sich durch eine hohe Einsatzbereitschaft und hohe Kompetenzen aus’. Die Kanzlei arbeitet sowohl intern fachübergreifend als auch mit britischen und amerikanischen Büros zusammen, häufig ist das Team in notleidenden Transaktionen oder prozessrechtlich tätig. Im Portfolio am häufigsten anzutreffen sind Investmentbanken und Fremdkapitalgeber sowie auf Schuldnerseite große Unternehmen. Ein herausragendes Mandat stellte die Beratung des auf Infrastrukturinvestitionen spezialisierten US-Fonds Alinda Capital Partners dar, der im Rahmen der Restrukturierung einer Investition in Biogas-Anlagen begleitet wurde, nachdem der Mandant aufgrund unseriöser Beratung durch die zuvor eingeschalteten Anwälte einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Der Energiekonzern E.ON steht in der aktuellen Highlight-Liste ebenfalls ganz oben: hier berät man im Zusammenhang mit dem geplanten Ausstieg aus dem Geschäft mit konventionellen Energien sowie zu Restrukturierungs- und Insolvenzthemen hinsichtlich des brasilianischen Energieversorgers Eneva, an dem der Mandant eine 43%ige Beteiligung hält. Bei der Übernahme der insolventen Lloyd Dynamowerke war das Team auf Seiten des südkoreanischen Mischkonzerns Hyosung sanierend tätig. Teamleiter Kolja von Bismarck ‘wird für seine außerordentliche Erfahrung und Expertise geschätzt’, er besitzt überdies ‘eine hohe Kompetenz bei der Erarbeitung sachgerechter Lösungen’. Counsel Verena Etzel wechselte zum Jahresbeginn 2015 zu Willkie Farr & Gallagher LLP.

Die Restrukturierer bei Allen & Overy LLP werden für ihre ‘fachliche Expertise’ und die ‘hohe Verhandlungskompetenz’ geschätzt, wobei sich die Teamzusammenstellung je nach Bedarf flexibel ändert. Besondere Expertise kann man in komplexen Restrukturierungen und Insolvenzverfahren vorweisen, die mehrere Jurisdiktionen betreffen. Das Portfolio umfasst internationale Bankenkonsortien, Investoren, Unternehmen und deren Geschäftsleitungen und Anteilseigner sowie Anleger. In letzter Zeit war das hauptsächlich in Frankfurt ansässige Team um Peter Hoegen besonders für die Branchen Einzelhandel, Immobilien, Automobil, Energie, Schifffahrt und Konsumgüter tätig. Die Londoner Niederlassung der Deutschen Bank wurde im Zusammenhang mit der Refinanzierung der Immobiliengesellschaft IVG umfassend beraten, und ein internationaler Hedgefonds fand Unterstützung beim Erwerb von notleidenden Krediten eines deutschen Unternehmens. Hoegen und sein Münchner Kollege Walter Uebelhoer glänzen durch ‘hohe Durchsetzungskraft in Verhandlungen’, während Franz Bernhard Herding durch ‘außerordentliches Organisationsgeschick’ überzeugt. Stefan Henkelmann wurde zum Partner ernannt.

Clifford Chance kann bei Restrukturierungen mit einem ‘starken, sehr prominenten Team’ aufwarten, das sich im Markt ‘gut entwickelt’ hat. Grenzüberschreitende Mandate sind eher die Regel als die Ausnahme, vertreten werden vorwiegend Banken, Unternehmen und Insolvenzverwalter. Jüngst beriet man den Parkraumbewirtschafter APCOA bei der Restrukturierung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von €750 Millionen mittels zweier englischer Schemes of Arrangement. Ein weiteres Highlight war die Beratung von Dietmar Penzlin in seiner Eigenschaft als Verwalter im Rahmen des PROKON-Insolvenzverfahrens, und die UniCredit Bank sowie andere Banken des Konsortiums beriet man im Zusammenhang mit der Gewährung eines Überbrückungs- und eines Sanierungskredits zugunsten der ALBA Group. Das Team beriet zudem Starwood Capital Group beim Erwerb eines deutschen Hotelportfolios von Blackstone und im Rahmen der Restrukturierung der juwi Holding, einem Solar- und Windkraftentwickler, begleitete das Team ein Konsortium aus 16 Kreditgebern, darunter die Deutsche Bank. Der Leiter der Praxisgruppe Restrukturierung & Insolvenz Stefan Sax gilt als ‘sehr guter Restrukturierungsspezialist’.

Hengeler Mueller ist ‘fachlich sehr gut aufgestellt’ und ‘fähig, komplexe und große Restrukturierungen effizient abzuwickeln’. Ein enormer Vorteil für die vorrangig in Frankfurt ansässige Gruppe ist die enge Verzahnung mit den Büros in London und Brüssel sowie die Kooperation mit dem gesellschaftsrechtlichen Team, die die Höhe des Mandatsaufkommens zusätzlich positiv beeinflusst. In letzter Zeit stand die Beratung von Kreditgebern und Anleihegläubigern bei Auseinandersetzungen mit insolventen und notleidenden Firmen im Vordergrund, zudem war man für Unternehmen in Sanierungsfällen aktiv. Besonders viel Geschäft ergab sich im Umfeld der Immobilienwirtschaft, hier beriet die Kanzlei beispielsweise einen Immobilienfonds, der von CBRE Global Investors geleitet wird, im Zusammenhang mit insolvenzrechtlichen Streitigkeiten. In einem weiteren Highlight war die Kanzlei auf Seiten eines Immobilieninvestors in die Restrukturierung der Karstadt-Gruppe involviert. Ein internationaler Lebensmittelkonzern mandatierte die Praxis in Vertragsstreitigkeiten mit insolventen Lieferanten, beteiligte Jurisdiktionen waren Venezuela und Deutschland. Zudem beriet man einen spanischen Einzelhändler hinsichtlich einer potenziellen Insolvenz der deutschen Tochtergesellschaft des Mandanten und rechtlich unterstützt wurde auch ein Anleihegläubiger der insolventen Baumarktkette Praktiker. Daniel Weiß wird empfohlen.

Die sehr gute Kanzlei im RestrukturierungsbereichKirkland & Ellis International LLP gilt als ‘besonders stark in der Anleiherestrukturierung’. Das Team um Leo Plank und Bernd Meyer-Löwy fokussiert sich in erster Linie auf die Beratung von internationalen Eigen- und Fremdkapitalgebern, gelegentlich werden jedoch auch Unternehmen und deren Organe vertreten. Die Kanzlei beherbergt eine der größten spezialisierten Restrukturierungspraxen weltweit, der Großteil des Geschäfts wird jedoch aus der eigenständigen deutschen Praxis generiert. Schwerpunkte liegen auf der Beratung von Investoren und Gesellschaften bei der Restrukturierung von Finanzverbindlichkeiten, notleidenden M&A-Transaktionen, Organhaftungsfragen und insolvenzbezogenen Streitigkeiten. In letzter Zeit war die Kanzlei in einige der wichtigsten Restrukturierungsverfahren involviert, so beriet man den Gläubiger Centerbridge Partners bei der Restrukturierung von Europas führendem Parkhausbetreiber APCOA. Für ausreichend Geschäft sorgte auch ein grenzüberschreitendes Restrukturierungsverfahren für die A.T.U. und deren Tochtergesellschaften, und eine Gruppe von Kreditgebern wurde im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Immobiliengesellschaft IVG vertreten.

Als ‘Top-Kanzlei im Bereich Restrukturierung und Insolvenzrecht’ sticht Latham & Watkins LLP speziell aufgrund ihres ‘außerordentlich hohen Servicelevel’ und dem ‘ausgeprägten Dienstleistungsgedanken’ hervor. Die deutsche Praxisgruppe profitiert von der engen Kooperation mit den internationalen Büros der Kanzlei, insbesondere in Großbritannien und den USA, und bietet Beratung in komplexen Restrukturierungen außerhalb und innerhalb der Insolvenz. Die Beratung von Unternehmen wird kontinuierlich vorangetrieben, weitere Schwerpunkte liegen in der Anleiherestrukturierung sowie auf Beratung im Zusammenhang mit notleidenden M&A-Transaktionen. Die Metz-Werke, ein Unternehmen im Bereich Unterhaltungselektronik, wurden im Rahmen des Verkaufs an Skyworth und die Daum-Gruppe aus der Insolvenz beraten. Stark involviert ist man derzeit außerdem in die rechtliche Begleitung von Banken und Finanzinstituten in der Krise. Der ‘souveräne’ Frank Grell wird als ‘Spitzenjurist’ hervorgehoben und im Markt als ‘sehr guter und ruhiger Verhandler’ geschätzt, Jörn Kowalewski gilt als ‘durchsetzungsstark’ und ‘sehr pragmatisch’. Das Team konnte vor allem im Hamburger Büro auf Associate-Ebene einen Zuwachs verzeichnen, Torsten Volkholz wurde zum Counsel ernannt.

Lösungsorientiert’, ‘professionell’, kurzum ‘ausgezeichnet’: diese Attribute verbindet man im Restrukturierungsmarkt mit White & Case LLP. Synergieeffekte ergeben sich aus der Verzahnung mit den Bereichen Insolvenzverwaltung, Gesellschaftsrecht sowie Bank- und Finanzrecht. Um bankenseitige Restrukturierungsmandate kümmert sich das Frankfurter Team um den ‘belastbarenTom Schorling und Leïla Röder, die durch ihre ‘offene, zügige und fachlich starke Kommunikation’ auf sich aufmerksam machte. Jüngst beriet man die Deutsche Bank als Kapitalgeber und Treuhänder bei der APCOA-Restrukturierung mittels eines Scheme of Arrangement nach englischen Recht. Das Hamburger Team um Sven-Holger Undritz und Sylvia Fiebig war in zahlreiche Restrukturierungen und Treuhandmandate involviert, so sanierte man erfolgreich den Traditionskerzenhersteller Eika und stand der Autohausgruppe Kittner beim Verkauf an drei Autohaus-Betreiber zur Seite. Häufig wird die Kanzlei auch im Zusammenhang mit Sanierungen im maritimen Sektor mandatiert. Local Partner Matthias Bochum hat sich als ‘sehr guter Teamplayer und durch hohe fachliche Kompetenz und zügige Bearbeitung bei teils hoher Arbeitsbelastung’ hervorgetan.

Die Spitze der Restrukturierungspraxis bei Baker & McKenzie Partnerschaft von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern mbB wurde nach dem Wechsel des ehemaligen Teamleiters Arne Friel zu Dentons neu besetzt. Holger Ellers und Dorothee Prosteder, die beide bereits 2014 zu lokalen Partnern ernannt wurden, haben gemeinsam mit Burkard Göpfert das Ruder übernommen. Begleitet werden sowohl internationale Schuldner bei insolvenznahen Restrukturierungen als auch zunehmend Gläubiger und Unternehmen im Rahmen von notleidenden M&A-Transaktionen. Die Kanzlei beriet kürzlich einen europäischen Immobilieninvestor bei der Refinanzierung eines Immobilienportfolios, das in finanzielle Schieflage geraten war. Ein weiteres Highlight war die Beratung im Zusammenhang mit dem Erwerb zweier Geschäftsbereiche des zahlungsunfähigen Fahrzeugtechnik-Herstellers Fräger vom Insolvenzverwalter. Das Modeunternehmen Mexx mandatierte das Team im Rahmen der Insolvenzanmeldung, eine der größeren Insolvenzen in Deutschland im Jahr 2014.

CMSs vierzehn Partner umfassende Praxis berät an sechs deutschen Standorten vorwiegend zu Restrukturierungen und notleidenden M&A-Transaktionen. Ein Höhepunkt aus dem Jahr 2014 stellte die Beratung von Burger King im Zusammenhang mit der inzwischen abgewendeten Insolvenz der Burger King GmbH dar, die 91 Filialen in Deutschland führt; außerdem wurde Westfleisch beim Kauf einer Sparte der insolventen Gausepohl-Gruppe begleitet. In einem grenzüberschreitenden Mandat beauftragte SC DruckChemie die Kanzlei im Rahmen einer außergerichtlichen Sanierung und des Verkaufs aus der Insolvenz im Rahmen eines Asset-Deals. Auch Insolvenzverwalter stehen auf der Mandantenliste, so unterstützte man kürzlich Joachim Exner von Dr Beck & Partner GbR Rechtsanwälte beim Insolvenzverfahren über das Vermögen von Scherer & Trier. Teamleiterin Alexandra Schluck-Amend wird empfohlen, ebenso der ‘sehr ruhige und extrem versierte’ Alexander Ballmann.

Dentons hat Zuwachs bekommen: Gleich zwei renommierte und sehr erfahrene Partner verstärken jetzt das Berliner Team: zum einen der ‘exzellente’ Arne Friel, ehemaliger Leiter der Restrukturierungsgruppe bei Baker & McKenzie Partnerschaft von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern mbB und zum anderen Rainer Markfort, vormals im Düsseldorfer Büro von Mayer Brown LLP. Schwerpunkte liegen auf Schutzschirmverfahren, Restrukturierungen im Zusammenhang mit doppelnützigen Treuhandschaften zugunsten von Stakeholdern, Beratung von Insolvenzverwaltern zu übertragenden Sanierungen sowie der Begleitung potentieller Investoren beim Kauf insolventer Gesellschaften. Für viel Arbeit sorgte beispielsweise die Beratung des langjährigen Mandanten Solarwatt beim Erwerb der Vertriebsstruktur von Centrosolar. Teamleiter Andreas Ziegenhagen ‘sucht nach wirtschaftlichen Lösungen und scheut sich nicht vor klaren Aussagen’, bei Friel beeindruckt ‘der persönliche Einsatz und das Tempo bei höchstem Know-how, und das rund um die Uhr’.

Heuking Kühn Lüer Wojtek liefert in Restrukturierungen ‘sehr guten Service’ und ist auf diesem Gebiet ‘uneingeschränkt empfehlenswert’; die Praxis ist mit inzwischen 35 Partnern an acht Standorten vertreten und wird insbesondere in krisenbezogenen Restrukturierungen zunehmend wahrgenommen. Neben Investoren und Insolvenzverwaltern zählen vor allem Unternehmen, Gesellschafter und Gläubiger zum Mandantenportfolio. AC Biogas mandatierte die Kanzlei im Zuge eines laufenden Eigenverwaltunsgverfahrens der vier insolventen Muttergesellschaften, in Insolvenzverfahren einzelner Tochtergesellschaften sowie bei der Veräußerung von Biogasanlagen. Ein wichtiger Mandant war zudem Heidelberger Druckmaschinen. In Frankfurt und Köln ist man vor allem auf Associate-Ebene gewachsen, und dank des Zugangs von Hermann Ali Hinderer und drei Associates, alle ehemals bei GSK Stockmann + Kollegen, wurde in Stuttgart ein neuer Standort eröffnet. Georg Streit und der ‘fachlich versierte, pragmatische’ Johan Schneider werden empfohlen.

Hogan Lovells International LLP wird für ‘kurze Bearbeitungszeiten’ und ‘Verständnis für den Mandanten’ geschätzt. Zudem ist ‘hervorzuheben, dass der Kontakt zu den Beratern eine große Kontinuität aufweist’. Die Restrukturierer bieten in München, Frankfurt und Düsseldorf Rechtsberatung für europäische Banken, Bad Banks, namhafte Insolvenzverwalter, Unternehmen und deren Geschäftsführer sowie Investoren. Ein wichtiger Mandant war die Mizuho Bank, der man in ihrer Eigenschaft als Agentin und Sicherheitstreuhänderin bei der APCOA-Restrukturierung zur Seite stand. In einem weiteren Highlight mandatierten Alexander Kolobov, Co-Teilhaber von KRG Foodservice, und die dazu gehörende Burger King GmbH die Kanzlei bezüglich von Restrukturierungsmaßnahmen sowie der späteren Rücknahme des zuvor gestellten Insolvenzantrags. Detlef Haß überzeugt durch ‘schnelle Antwortzeiten, gute Rechtskenntnisse und praktisches Verständnis der Mandantenprobleme’; der ‘fachlich sehr kompetente und erfahrene’ Christian Herweg ‘kann in schwierigen Situationen zum richtigen Zeitpunkt zielgerichtet und taktisch gut argumentieren’. Heiko Tschauner leitet die Praxisgruppe.

Noerr arbeitet ‘professionell und schnell’, Branchenkenntnis und Beratung sind ‘ausgezeichnet’, sodass das Gesamturteil ‘uneingeschränkt empfehlenswert’ lautet. Schwerpunkte liegen auf der Beratung deutscher Banken auf Gläubigerseite, internationaler Unternehmen und Investoren, sowie von Verwaltern bei Verkäufen aus der Insolvenz. Die mit der Kanzlei assoziierte und in Berlin ansässige Noerr Consulting wird in Fragen der Unternehmensberatung hinzugezogen, zudem profitiert die Praxis vom internationalen Netzwerk, besonders von den osteuropäischen Büros. Der Finanzinvestor Sandton Capital Partners mandatierte das Team im Rahmen der Restrukturierung von Darlehensforderungen nach dem Erwerb von Forderungspakaten der Investmentbank JP Morgan. Für viel Arbeit sorgte zudem die umfassende Beratung mehrerer Insolvenzverwalter in drei Großverfahren. Empfohlen wird Thomas Hoffmann, der ‘Recht und Geschäftssinn zusammenbringt’ und den Praxisbereich gemeinsam mit Martin Kleinschmitt leitet. Tim Jakobs verließ die Kanzlei und praktiziert nun im Münchner Büro von Endrös-Baum Associés.

Umstrukturierungen, Darlehensportfolio-Transaktionen und Streitigkeiten mit Insolvenzverwaltern stehen im Zentrum des Angebotsspektrums bei Weil, Gotshal & Manges LLP. Mandatiert wird man in erster Linie von Gesellschaften, Finanzdienstleistern und Special-Situations-Investoren. Für viel Geschäft sorgte die umfassende Beratung der Nürburgring GmbH im Rahmen ihrer Teilübernahme durch den russischen Investor Viktor Kharitonin, mit dem Ziel einer langfristigen Lösung für den Nürburgring. Nach wie vor entwickelt die Praxisgruppe ein Konzept zur Koordinierung der Insolvenzverfahren des Mandanten Lehman Brothers und unterstützt außerdem den Dienstleister für Bild- und Tonübertragungen MEDIA BROADCAST bei seiner operativen und finanziellen Restrukturierung. In seiner Funktion als Kreditgeber von Märkling wurde Goldman Sachs beraten. Gerhard Schmidt und Uwe Hartmann sind die Schlüsselfiguren des Teams.

Wellensiek Rechtsanwälte – Partnerschaftsgesellschaft musste auf personeller Ebene in letzter Zeit insbesondere in der Insolvenzverwaltung Federn lassen. Zahlreiche Verwalter an mehreren Standorten haben die Sozietät verlassen, die Düsseldorfer Praxis sowie die drei ostdeutschen Standorte, mit Ausnahme des Berliner Büros, wurden ganz geschlossen. Allerdings steht man im Restrukturierungsbereich auf einigermaßen stabilen Füßen, insbesondere am Frankfurter Standort, wo Rüdiger Theiselmann, der zuletzt in leitender Funktion im Corporate-Finance-Bereich der Commerzbank tätig war, als Partner einstieg. Sebastian Rudow, zurückgekehrt von anchor Rechtsanwälte, verstärkt jetzt das Heidelberger Team, allerdings verließ Christof Schiller den Düsseldorfer Standort und füllt jetzt die Lücke, die Rudow im Mannheimer Büro von anchor Rechtsanwälte hinterlassen hat. Zum Portfolio gehören Geschäftsführer, Eigentümer, Aufsichtsratsgremien, Gläubiger und weitere Interessenvertreter von Unternehmen, wobei die Mandanten insbesondere im Mittelstand verankert sind. Alfred Hagebusch, der gemeinsam mit Christopher Seagon seit kurzem als Co-Managing-Partner agiert, genießt trotz aller Turbulenzen um sich herum einen Ruf als ‘hervorragender Anwalt’. Auch Richard Scholz wird empfohlen.

Ashurst LLP berät in erster Linie Unternehmen, Investmentfonds und Banken, wobei die Qualität der Beratung als ‘hervorragend’ gilt. Besondere Kompetenzen liegen auf dem Verkauf und Erwerb von krisengeschüttelten Unternehmen, komplexen Kreditrestrukturierungen und der Beratung zu Kreditportfolien. Ein Highlight war zweifellos die Beratung eines Bankenkonsortiums, bestehend unter anderem aus dem norwegischen Finanzdienstleister DNB, der Bank of Ireland und Mizuho Bank, bezüglich der Refinanzierung des Parkhausbetreibers APCOA; ein Mandat, das sich durch komplexe Verhandlungen auszeichnete. Das Portfolio enthält zudem das börsennotierte Unternehmen 3W Power und Serengeti Asset Management. Praxisleiter Ingo Scholz wird empfohlen.

Dass die Restrukturierungspraxis bei DLA Piper in den letzten Jahren stark gewachsen ist und sich 2015 konsolidieren konnte, hat sich im Markt herumgesprochen und trägt weiterhin zum guten Ruf der Gruppe bei. Man deckt alle Bereiche der grenzüberschreitenden Restrukturierungen ab; ein Vorteil ist die enge Kooperation mit den internationalen Büros der Kanzlei, insbesondere mit den Kollegen in den Niederlanden, Großbritannien und Südosteuropa. Ausgebaut werden konnte die Aktivität in der Immobilien-Restrukturierung und in grenzüberschreitenden Transaktionen im Zusammenhang mit notleidenden Krediten. Fortlaufend beraten wird die insolvente Glitnir Bank zu notleidenden nachrangigen Junior-Finanzierungen, hier hat der von Mandanten empfohlene Praxisgruppenleiter Dietmar Schulz die Federführung inne. Im wegweisenden APCOA-Fall war man für FMS Wertmanagement im Zusammenhang mit der Zustimmung zum Scheme-of-Arrangement-Verfahren tätig. Mike Danielewsky wird ebenfalls empfohlen.

Im Oktober 2015 übernahm US-Kanzlei *Greenberg Traurig LLP das Berliner Büro und eröffnete somit ihre erste deutsche Niederlassung. Das gesamte Berliner Team von Olswang Germany LLP schloss sich im Oktober 2015 der US-Kanzlei Greenberg Traurig LLP an, die damit wiederum ihren ersten deutschen Standort einweihen konnte. Die alte Restrukturierungspraxis unter neuem Dach ist ‘in jeder Hinsicht ausgezeichnet’, und der Neuzugang aus 2014, Senior Of Counsel Christian Köhler-Ma, gilt als ‘einer der erfahrensten Insolvenzverwalter Deutschlands’, der das Team hervorragend ergänzt. Die Curtis Brown Group mandatierte die Kanzlei im Zusammenhang mit der Beratung zur Insolvenz der Weltbild-Gruppe und den Werken der Bestsellerautorin Jojo Moyes. Gordon Geiser besticht durch ‘breite wirtschaftsrechtliche Kompetenz, gepaart mit Schnelligkeit und Geschäftssinn’, Viola Bensinger versprüht ‘Charme und Expertise’.

Jones Day wird als ‘starke Praxis im Restrukturierungsbereich und im damit verbundenen M&A-Geschäft’ wahrgenommen, jedoch musste das Team mit dem Wechsel des ehemaligen Praxisgruppenleiters Volker Kammel zum Mitte 2015 neu eröffneten Frankfurter Büro von Reed Smith LLP einen herben personellen Verlust hinnehmen. Es verbleiben insgesamt noch drei Partner im Restrukturierungsteam, welche allerdings ebenfalls angesehen sind: Ansgar Rempp am Düsseldorfer Standort gilt als ‘sehr guter und cleverer Anwalt’ und in München sitzt der ‘kreative’ Olaf Benning; Sandra Kamper agiert vom Frankfurter Büro aus. Man arbeitet fachbereichs- und standortübergreifend zusammen und berät schwerpunktmäßig Geldgeber, Investoren und Unternehmen, zunehmend in insolvenznahen Fragen. Hervorzuheben ist die Beratung des Insolvenzverwalters Georg Kreplin beim Verkauf des Markenportfolios der MEXX Holding an einen türkischen Investor; zudem begleitete man Tokyo Electron bei komplexen Forderungsanmeldungen im Qimonda-Insolvenzverfahren.

Die Frankfurter Restrukturierungs- und Insolvenzgruppe bei Mayer Brown LLPliefert stets juristisch hochwertige Beratung gepaart mit praxisrelevanten Vorschlägen’, zumeist in fachübergreifenden Mandaten. Beraten wird ein äußerst breiter Mandantenstamm, von Kreditgebern und Kreditnehmern über Insolvenzverwalter bis hin zu Treuhändern. In einem Highlight-Mandat vertrat die Kanzlei im Rahmen der Insolvenz der Immobiliengesellschaft IVG einen Hauptgläubiger. Einen internationalen Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater begleitete man im Zusammenhang mit der Insolvenz von Lehman Brothers Bankhaus. Praxisleiter Marco Wilhelm verfügt über ‘herausragende Fachkenntnisse’ und vermag die Interessen seines Mandanten mit ‘taktischem Verhandlungsgeschick’ durchzusetzen. Die Praxis musste allerdings den Wechsel von Rainer Markfort zu Dentons hinnehmen.

Ein starker Player’ im Restrukturierungsbereich ist McDermott Will & Emery Rechtsanwälte Steuerberater LLP. Das Team um die Transaktionsexperten Uwe Goetker und Matthias Kampshoff, das in erster Linie in Düsseldorf stark vertreten ist, überzeugt durch ‘ungewöhnlich hohe Einsatzbereitschaft’, ‘sehr kurze Reaktionszeiten’ und ‘bemerkenswerte Effizienz’. Schwerpunkte liegen auf der Beratung in notleidenden M&A-Transaktionen, der Begleitung von krisengeschüttelten Organen und Unternehmen, außergerichtlicher Sanierung sowie Sanierung im Rahmen von ESUG-Verfahren. In Erscheinung trat man beispielsweise als Berater der Immobiliengesellschaft SIGNA bei der Übernahme von 86 Karstadt-Warenhäusern von der Berggruen Holdings. Kampshoff wird als ‘effektiver Berater’ geschätzt, der ‘kreative Ansätze berücksichtigt, wenn der gerade Weg nicht möglich ist’ und ‘selbst in schwierigsten Verhandlungen stets die Ruhe bewahrt’.

Vor allem als Insolvenzverwalter ein ‘Klassiker’, strahlt die insolvenzrechtliche Expertise von Schultze & Braun auch auf die Restrukturierer in der Kanzlei aus. Banken, Kreditversicherer und kriselnde Unternehmen gehören zum Mandantenportfolio. Ein Highlight war die Beratung der Kommunikationsfirma MEILLERGHP, die im Verkaufsprozess begleitet wurde, wobei es gelang, die Tochtergesellschaften aus einem Insolvenzverfahren herauszuhalten. Die Kanzlei vertrat außerdem die Holding-Gesellschaft einer Werftengruppe mit drei Standorten in Norddeutschland bei Sanierungsverhandlungen mit dem ausländischen Auftaggeber und der Landesregierung eines deutschen Bundeslandes. Der Mutterkonzern eines japanischen Solarmodulherstellers mandatierte die Praxis im Zusammenhang mit der Liquidation der deutschen Tochtergesellschaft. ‘Sehr empfehlenswert’ ist Detlef Specovius. Gründungspartner und Leiter des Sanierungsteams ist Eberhard Braun.

Absolut gut organisiert in Restrukturierungsfragen’ ist Taylor Wessing. Häufig wird das Team von Kredit- und Finanzinstituten und Insolvenzverwaltern mandatiert. Kürzlich beriet man Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner von Brinkmann & Partner im Rahmen der Insolvenz des Flughafen Zweibrücken, während Globetrotter beim Zusammenschluss mit zwei skandinavischen Outdoor-Händlern Rechtsberatung erhielt. Der Armaturenhersteller AVK Holding wurde im Zusammenhang mit dem Erwerb der AVK Mittelmann aus der Insolvenz begleitet. Michael Malitz gilt als ‘Überflieger, der schlicht in jedem Thema auf Ballhöhe ist’; Mandanten beschreiben ihn als ‘absolut verlässlich, loyal und dabei auch humorig’. Ingo Gerdes ist ‘besonders stark in der außergerichtlichen Verhandlung, und Hendrik Boss wird ebenfalls empfohlen. Oliver Rossbach wechselte in die neu gegründete Einheit Pier 11 Göthel Rossbach Schmitz.

Aderhold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat sich ‘im Markt als Krisenmanager etabliert’ und wird als ‘agil in Restrukturierungsfragen’ wahrgenommen. Die Restrukturierer arbeiten eng mit anderen Praxisgruppen zusammen, insbesondere in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Bank- und Steuerrecht und der Insolvenzverwaltung. Eine enge Kooperation besteht zudem mit den vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. In einem öffentlichkeitswirksamen Vorzeigemandat begleitete man den Autozulieferer Capricorn bei der Übernahme der Beteiligung am Nürburgring, wobei der Mandant im Anschluss im Rahmen eines Gesamtrestrukturierungsprozesses beraten wurde. Thorsten Prigge in Düsseldorf und Till Vosberg am Leipziger Standort sind beide ‘visibel im Markt’.

Im Oktober 2014 wechselte das Restrukturierungsteam der in wirtschaftliche Not geratenen Kanzlei Bingham McCutchen LLP zur US-Wettbewerberin Akin Gump Strauss Hauer & Feld LLP und bescherte dieser ihr erstes deutsches Büro in Frankfurt. Dieser Wechsel ist vor dem Hintergrund der Fusion zwischen Bingham McCutchen LLP und Morgan, Lewis & Bockius LLP in den USA zu sehen. Axel Vogelmann und Christian Halàsz sind die führenden Köpfe im Team, zu dessen Mandantenstamm in erster Linie britische und US-amerikanische Kreditgeber gehören, darunter Hedgefonds und Specialist Investment Fonds, Anleihegläubiger und Mezzanine-Kreditgeber, sowie institutionelle Investoren. Zuletzt beriet man die Inhaber von drei zahlungsunfähigen skandinavischen Banken in allen restrukturierungsrechtlichen Fragen, zudem war man in die Restrukturierung einer internationalen Unternehmensgruppe im Bereich Energie- und Gebäudetechnik involviert.

Beiten Burkhardt ist zunehmend als Berater für Insolvenzverwalter gefragt und bietet Restrukturierungsberatung an der Schnittstelle zu arbeits-, gesellschafts- und steuerrechtlichen Themen. Häufig im Mandantenportfolio zu finden sind mittelständische Unternehmen und Finanzdienstleister. Das zehn Partner umfassende Team um Heinrich Meyer und Guido Krüger betreute zuletzt den IT-Dienstleister Atos bei der Schließung eines Standorts und einer anschließenden standortübergreifenden Restrukturierung des Mandanten. Ein namhafter Mandant war auch Adidas; dem Unternehmen stand man bei einem Insolvenzverfahren des Adidas-Segelkleidungsherstellers Terrathree beratend zur Seite. Von einem bekannten Insolvenzverwalter wurde man zudem im Rahmen von Anfechtungs- und Arrestverfahren mandatiert.

Die Boutique Grub Brugger konzentriert sich an vier Standorten im süddeutschen Raum auf die Beratung von krisengeschüttelten, zumeist mittelständischen Unternehmen und deren Gläubigern, Insolvenzverwaltung sowie die Beratung von Kreditinstituten und Finanzinvestoren. Zu Highlights zählt etwa die Begleitung der Deutschen Mittelstandsholding beim Erwerb von Erhard Sport. Hendrik Wolfer, der an der Schnittstelle zum Gesellschaftsrecht berät, und Michael Vilgertshofer gelten als ‘harte aber stets faire Verhandlungspartner’ und sind ‘sehr erfahren in der Beratung von Geschäftsführern und Gesellschaftern’. Hans Konrad Schenk und Eike Knolle werden ebenfalls empfohlen.

King & Spalding LLP baut mit dem 2014 von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton LLP hinzugewonnenen und nun als Praxisgruppenleiter agierenden Werner Meier das europäische Restrukturierungsteam in Frankfurt und London weiter aus. Die sieben Partner am Frankfurter Standort sind teils auch im englischen und New Yorker Recht ausgebildet. Goldman Sachs ist nach wie vor ein wichtiger Mandant, der zuletzt im Rahmen einer umfassenden Umschuldung und Restrukturierung der A.T.U.-Gruppe begleitet wurde, eine der erfolgreichsten Umschuldungsaktionen in 2015. Außerdem beriet man eine internationale Investmentbank in der Rolle als Finanzgläubiger im Zusammenhang mit der möglichen Restrukturierung nachrangiger Schuldverschreibungen der HSH Nordbank.

Das fünfköpfige Restrukturierungsteam von Willkie Farr & Gallagher LLP konnte sich Ende 2014 um die im Markt anerkannte Verena Etzel erweitern, die dafür Linklaters LLP veließ. Die Praxis wird von Investoren, Gesellschaftern, Gläubigern und notleidenden Unternehmen mandatiert. Jüngst beauftragte das Private-Equity-Haus Atlas Holdings die Kanzlei im Zusammenhang mit dem Erwerb des kriselnden Automobilzuliefererbereichs von Johnson Controls, und die Etzel-Kavernenbetriebsgesellschaft mbH wurde im Rahmen der laufenden Insolvenz der Verwaltungsgesellschaft IVG beraten. Das Team wird von Andreas Hautkappe geleitet.


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