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Deutschland 2017 > Informationstechnologie und Outsourcing > Marktüberblick

Redaktionelle Abschnitte

Während die rechtliche Beratung im Bereich Informationstechnologie auch weiterhin klassische Themen wie beispielsweise EDV und IT-Verträge abdeckt und sich vermehrt Bereichen wie IT-Compliance und IT-Security öffnet, gehört der digitale Wandel der Wirtschaft mittlerweile zu den dominierenden Arbeitsfeldern der meisten Kanzleien. Neben der konstanten Schaffung technologischer Innovationen steht insbesondere die Transformation von Strukturen und Wertschöpfungsketten im Fokus, die auf nationaler wie auch globaler Ebene zu neuen Rechtsproblemen und Herausforderungen führen. Besonders deutlich spürbar sind diese Entwicklungen weiterhin in der Automobilbranche, die sich mit der Weiterentwicklung des vernetzten Autos befasst, dem Finanzwesen, in dem sich FinTech-Unternehmen durch erleichterte, technologisierte Bankendienste zunehmend als ernstzunehmende Konkurrenz zu traditionellen Finanzdienstleistern etablieren, sowie innerhalb des Gesundheitswesens, in dem Themen wie die elektronische Gesundheitskarte und die digitale Patientenakte im Vordergrund stehen. Als Selbstläufer stellte sich zudem die M2M-Kommunikation heraus, die neben Unternehmen des produzierenden Gewerbes auch Verbraucherhaushalte in immer stärkerem Maße erreicht.

Für besonders hohen Beratungsbedarf sorgte seit Ende 2015 insbesondere der Datenschutz. Das Urteil des Europäischen Gerichtshof im Oktober 2015 erklärte den im Jahr 2000 beschlossenen Safe-Harbor-Pakt der Europäischen Kommission, der es Unternehmen erlaubte, personenbezogene Daten in Übereinstimmung mit der europäischen Datenschutzrichtlinie aus einem EU-Land in die USA zu übermitteln, für ungültig und sorgte damit insbesondere bei den circa 5500 amerikanischen Unternehmen, die dem Abkommen bis September 2015 beigetreten waren, aber ebenso bei anderen global agierenden Unternehmen außerhalb der USA für Unsicherheit. Die Safe-Harbor-Entscheidung wird in der Zukunft jedoch von dem sogenannten EU-US Privacy Shield abgelöst werden; das zwischen der EU und der USA ausgehandelte Abkommen sieht sich aktuell noch starker Kritik ausgesetzt, da es zum einen lediglich aus einer Sammlung an Briefen besteht und somit rechtlich nicht verbindlich sei und zum anderen Überwachungsmaßnahmen durch die amerikanische Regierung weiterhin ermögliche. Des Weiteren führte auch die im Mai 2016 in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung der EU, durch die die Regeln der Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stelle europaweit vereinheitlicht werden, zu erhöhtem Mandatsaufkommen in den IT-Praxen deutschlandweit.

Das klassische Geschäft großvolumiger Outsourcingprojekte erweist sich auch weiterhin als stabil, wobei diesem Beratungsfeld viele Kanzleien mittlerweile den Rücken kehren und sich auf die Betreuung Cloud-basierter Lösungen konzentrieren. Zusätzlich zum traditionellen IT-Outsourcing und der Auslagerung von Geschäftsprozessen setzen sich Unternehmen zudem auch verstärkt mit der Möglichkeit auseinander, die von Menschen ausgeführten Tätigkeiten durch Robotik und Automation zu ersetzen.

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