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Deutschland 2018 > Arbeitsrecht > Marktüberblick

Redaktionelle Abschnitte

Der Berichtszeitraum war von einer ganzen Reihe an bedeutenden Änderungen in der Rechtsprechung und Gesetzgebung geprägt, die das Beratungsfeld des Arbeitsrechtes im Kern betreffen.

Erhebliche Entwicklungen sind beispielsweise durch den digitalen Wandel der Wirtschaft und das Thema Industrie 4.0 sichtbar, welches Unternehmen seit geraumer Zeit beschäftigt. Hier ergeben sich unternehmerische Herausforderungen, einschließlich der Änderung von Qualitätsanforderungen und der Herausbildung von neuen Beschäftigungsformen.

Einher mit dem Trend der Digitalisierung der Arbeitswelt geht auch die Reform des Datenschutzes. Im Mai 2018 tritt die europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft, die das Bundesdatenschutzgesetz weitgehend ersetzt. Für Unternehmen sind zahlreiche neue Anforderungen zu beachten und die in Deutschland zu erwartenden flankierenden gesetzlichen Regelungen lösen einen erheblichen Beratungsbedarf vor allem bei Unternehmen aus, die besonders umfangreiche oder sensible Datenmengen verarbeiten, auf unternehmensübergreifende HR-Datensysteme setzen oder weltweit Personaldaten übermitteln.

Auch in der betrieblichen Altersversorgung kommt es zu signifikanten Neuerungen. Mit dem Inkrafttreten des Betriebsrentenstärkungsgesetzes am 1. Januar 2018 erwarten sich Kanzleien ab der zweiten Jahreshälfte 2017 eine gesteigerte Beratung zu verschiedenen Fragestellungen. Auf Unternehmensseite wird es vor allem um die strategische Beratung zur Abschaffung oder Änderung bestehender Versorgungssysteme gehen, während auf Anbieterseite die Produktgestaltung sowie die Gewährleistung der gesetzlich geforderten Mitwirkungsrechte im Vordergrund stehen wird.

Im Rahmen der stetig zunehmenden Flexibilisierung des Mitarbeitereinsatzes waren die Themen Scheinselbständigkeit, Werkverträge und Arbeitnehmerüberlassung von besonderer Bedeutung. Von der Politik wurde hier vor allem der tatsächliche oder vermeintliche Missbrauch des Drittpersonaleinsatzes genauer unter die Lupe genommen und es wurde entschieden, diesen stärker zu reglementieren. Infolgedessen trat am 1. April 2017 die Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) in Kraft, das Unternehmen zwingt, sich dem Thema Beauftragungspraxis genauer zuzuwenden und eventuell Umstellungen vorzunehmen.

Dem global an Bedeutung gewinnenden Stichwort Equal Pay wird in Deutschland unter dem Namen Entgelttransparenzgesetz Rechnung getragen. Das Gesetz wurde am 30. März 2017 beschlossen und stellt Unternehmen vor Herausforderungen unter anderem was die Risiken rund um Auskunfts- und Reportingpflichten anbelangt. Auch hier berichten Kanzleien eine verstärkte Nachfrage nach Beratung.

Letztlich gab es an der Schnittstelle zum Bank- und Finanzrecht Bewegung rund um das Thema Vergütungssysteme durch neue regulatorische Vorgaben im Finanzsektor. Im Jahr 2017 trat die Neufassung der Institutsvergütungsverordnung in Kraft, die an die europarechtlichen Vorgaben der CRD IV-Richtlinie angepasst wurde und die wesentliche Änderungen der aufsichtsrechtlichen Vergütungsanforderungen mit sich bringt. Neben der öffentlich diskutierten Pflicht zur Rückforderung bereits ausgezahlter Vergütungsbestandteile ergibt sich eine Vielzahl weiterer Pflichten deren Umsetzung und Implementierung für immensen Beratungsbedarf sorgt.

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