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Deutschland 2018 > Handels- und Vertriebsrecht > Marktüberblick

Redaktionelle Abschnitte

Komplexe Vertragsgeflechte zwischen Herstellern, Zulieferern und Handelsunternehmen sind prägend für die tägliche Arbeit im Handels- und Vertriebsrecht, wobei die Wahl und Implementierung der richtigen Vertriebsstruktur, sowie Beratung zu Franchisesystemen den Schwerpunkt bei den meisten Kanzleien bilden. Die Verbindung des klassischen Handels- und Vertriebsrechts mit aufkommenden Fragestellungen in einem sich stetig entwickelnden Rechtsgebiet ist hierbei die Herausforderung. Zu den Trends der letzten Jahre zählt unumstritten die zunehmende Digitalisierung und die daraus resultierenden Folgen für den Handel. In diesem Zusammenhang gewinnt das Vertriebskartellrecht immer mehr an Bedeutung und viele Kanzleien weiten ihre Beratung auf diesen besonderen Rechtsaspekt aus. Prägend für diese Entwicklung war zunächst das Verbot des selektiven Vertriebssystems von ASICS durch das Bundeskartellamt. Mit der Veröffentlichung der Sektoruntersuchung eCommerce zeigt die EU-Kommission weitere wettbewerbsbeschränkende Faktoren des Onlinehandels auf; die Untersuchung wird einige rechtliche Implikationen nach sich ziehen, um einen fairen Onlinehandel zu gewährleisten. Daraus resultiert bereits jetzt ein gestiegener Beratungsbedarf, denn viele Unternehmen sind vor allem im Hinblick auf vertriebskartellrechtliche Themen höher sensibilisiert. Auch die allgemeine Compliance-Beratung entwickelt sich zu einem immer wichtiger werdenden Geschäftsfeld für viele Kanzleien. Nicht zuletzt durch den Diesel-Skandal, der fast die gesamte deutsche Automobilbranche in Atem hält und zahlreiche Rückrufaktionen zur Folge hatte, wurden ein Großteil der Unternehmen auf die Wichtigkeit funktionierender Compliance-Systeme aufmerksam und begannen, diese auf den Prüfstand zu stellen.

Auch der Praxisbereich Außenwirtschaftsrecht nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Ein beherrschendes Thema ist die Lockerung des Iran Embargos, die die Möglichkeit der Schließung neuer oder der Wiederbelebung bereits bestehender Handelsbeziehungen mit sich bringt. Dabei muss aber beachtet werden, dass die USA ihre Sanktionen weiterhin aufrechterhalten und somit jegliche Handelsbeziehungen mit amerikanischen Unternehmen oder Staatsbürgern untersagt bleiben. Diese Konstellation führt zu komplexen Fragestellungen, die einen erheblichen Arbeitsaufwand für die meisten Kanzleien bildet. Außerdem bleiben die EU-Sanktionen gegen Russland, die bis 2018 verlängert wurden, ein Thema, das stetigen Beratungsbedarf generiert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Beratung hinsichtlich von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck (Dual-Use-Güter). Ein Änderungsvorschlag der EU-Kommission soll dazu führen, dass zukünftig der Export von Gütern, die zur Verletzung von Menschenrechten verwendet werden könnten, genehmigungspflichtig ist. Dies hätte erhebliche Implikationen vor allem für Unternehmen der digitalen Branche, die Technologien vertreiben, welche digitale Überwachung ermöglichen; bereits im Vorfeld dieser neuen Richtlinie verzeichnen Sozietäten einen steigenden Beratungsbedarf bei Unternehmen.

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