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Deutschland 2018 > Regionale Kanzleien: Wirtschaftsrecht > Ruhrgebiet und Westfalen

Redaktionelle Abschnitte

Das Ruhrgebiet ist der größte Ballungsraum Deutschlands und umfasst zusammengewachsene Großstädte wie Dortmund, Essen, Duisburg und Bochum. Der Wirtschaftsstandort ist historisch für den Bergbau bekannt, hat sich aber im Zuge des Strukturwandels nach der Kohlekrise auf neuen Gebieten entwickelt; so sind heute zahlreiche Großunternehmen aus dem Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbereich im Ruhrgebiet ansässig. Energie- und Wasserversorger wie RWE und E.ON haben ihre Hauptniederlassung hier, sowie Handelskonzerne wie Aldi, Arcandor und Tengelmann. Der Standort rückt weiterhin in das Sichtfeld vieler national und international tätiger Unternehmen; so verschob nach E.ON der weltweit größte Chemikalienhändler Brenntag seinen Hauptsitz nach Essen. Neben der nach wie vor ausgeprägten Energiewirtschafts- und Chemiebranche lässt sich auch eine starke Immobilienphase beobachten. Im westfälischen Raum blickt man auf eine lange Tradition in der Zigarren- und Möbelindustrie, sowie der Eisen- und Metallverarbeitung zurück. Der regionale Kanzleimarkt gilt als stabil und ist mit Größen wie Aulinger Rechtsanwälte umfassend in der wirtschaftsrechtlichen Beratung aktiv. Vermehrte Aktivität sah man überdies in der traditionell wichtigen notariellen Tätigkeit, die weiterhin ein fester Bestandteil der ortsansässigen Kanzleien ist. Weitere Kerngebiete sind das Kartell- und Vergaberecht, sowie die Beratung von öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern; in letzterem Bereich sind insbesondere Kümmerlein , Wolter Hoppenberg und Schmidt, von der Osten & Huber versiert. Im Rahmen des Bedeutungsverlustes der Montanindustrie, sowie der allgemeinen Entwicklung von einem Industrie- zu einem Dienstleistungsstandort, hat man überdies den Fokus auf die High-Tech-Branche gelegt. Dem begegnen regional verankerte Kanzleien mit einer wachsenden Expertise in Fragestellungen rund um IT.

Im Regionalteil Ruhrgebiet und Westfalen werden bedeutende ortsansässige Kanzleien sowie deren besondere Spezialisierungen und Stärken in allen Aspekten des Wirtschaftsrechts dargestellt. Großkanzleien und Boutiquen finden Sie in unseren bundesweiten Bewertungen, untergliedert nach Praxisbereichen.

Mit mehr als 20 Partnern und Niederlassungen in Bochum und Essen verfolgt Aulinger Rechtsanwälte einen gesamtwirtschaftlichen Ansatz in der Rechtsberatung. Besondere Schwerpunkte setzt das Team um Achim Tempelmann und Stephan Löwisch im Gesellschaftsrecht, Kartellrecht und Vergaberecht. Das Mandantenportfolio setzt sich aus inhabergeführten Unternehmen, national und international tätigen regionalen Mandanten und infrastrukturnahen Unternehmen zusammen; dazu gehören Stadtwerke und Gesellschaften, die unter der Nutzung der öffentlichen Hand stehen. Die Immobilienrechtspraxis wurde neu strukturiert und von der M&A-Praxis abgegrenzt; ein Highlight in diesem Bereich war die Beratung der Grundstücksverwaltung Stadt Essen unter der Federführung von Sebastian Hauptmann und Of Counsel Martin Grimm bei der Veräußerung eines Immobilienportfolios im Rahmen eines strukturierten Bieterverfahrens. Das international tätige Schweizer Unternehmen Duferco begleitete man beim Erwerb eines deutschen Stahlhandels- und Bearbeitungsunternehmens. Die handels- und arbeitsrechtliche Beratung bilden weitere Standbeine der Kanzlei; Markus Haggeney wird für seine handels- und gesellschaftsrechtliche Beratung und die notarielle Expertise empfohlen. Auch in der Gesundheitswirtschaft kann man sich immer mehr positionieren.

Im Fokus der Essener Kanzlei Kümmerlein steht die notarielle Tätigkeit, die Transaktionsbegleitung und der Prozessbereich. Streitige Mandate betreut man oft an der Schnittstelle zum Gesellschaftsrecht; Christian Löhr verfügt in letzterem Bereich über besondere Expertise. Weitere Beratungskompetenzen lassen sich im öffentlichen Recht, Arbeitsrecht, Bau- und Immobilienrecht, sowie im Kartellrecht verorten. Der Mandantenstamm besteht vorwiegend aus national tätigen Unternehmen aus der Industrie-, Logistik-, Chemie- und Technologiebranche. Eine weitere Geschäftssäule ist die Beratung im Bereich Gesundheit. In einem der jüngsten herausragenden Mandate beriet Joachim Gores federführend die Rhenus-Gruppe beim Erwerb einer Beteiligung an ARKON Shipping, sowie bei der Gründung eines Joint Ventures. Sebastian Longrée vertrat unter anderem einen international tätigen Bergbau- und Technologiekonzern in Post-M&A-Streitigkeiten bezüglich einer Garantieverletzung. Das Team musste den Abgang von Philip Koch zur Insolvenzverwalterkanzlei hammes. Insolvenzverwalter GbR hinnehmen, doch man begegnete dem Verlust mit mehreren Partnerernennungen zu Jahresanfang 2017: Stephan Molls, der im Kapital- und Personengesellschaftsrecht versiert ist, sowie auch Katja Pesch, Matthias Gantenbrink und Matthias Grote wurden in die Partnerschaft aufgenommen.

Brandi Rechtsanwälte ist mit über 40 Partnern und fünf Standorten in der Region hervorragend vernetzt. Die Beratung in gesellschafts-, steuer- und arbeitsrechtlichen Belangen wird von der notariellen Tätigkeit komplementiert, die eine weitere wichtige Geschäftssäule darstellt. Kernbereiche sind ebenso das Immobilien- und Baurecht, das öffentliche Recht, sowie die Beratung im Kartell-, Marken-, Umwelt- und Planungsrecht. Eine besondere Stärke liegt inzwischen im IT-Bereich; so begleitete man den international tätigen Landmaschinenkonzern Claas bei der Neugestaltung aller Online-Dienste. Neben dem Maschinenbausektor wird das Team unter anderem auch von Unternehmen aus den Elektrotechnik-, Bekleidungs- und Medienbranchen mandatiert. Im Immobilienbereich berät man Banken, Bauträger, Projektentwickler und öffentlich-rechtliche Auftraggeber. Zu den jüngsten Highlights zählt die Beratung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW Bielefeld im Zusammenhang mit dem Neubau der Universität Bielefeld, sowie der Sanierung des Universitätshauptgebäudes.

Zu den prominenten Tätigkeitsfeldern von Grüter in Duisburg gehört neben dem Notariat insbesondere auch die Beratung im Gesellschaftsrecht und M&A. Ina-Maria Böning hat hier besondere Erfahrung und berät zu Gesellschaftsverträgen, Joint Ventures, der Nachfolgeregelung und bei Beteiligungsakquisitionen. Man konnte sich in diesem Bereich außerdem durch den Zugang von Eugen Löffler von Beiten Burkhardt im Juni 2017 verstärken. Die Arbeitsrechtspraxis um Thorsten Schäckel und die Praxis im gewerblichen Rechtsschutz um Jürgen Schlichting bilden weitere Beratungsfacetten. Andreas Grüter wird für seine prozessrechtliche Expertise empfohlen; Andreas Felsch berät Mandanten in kartellrechtlichen Fragestellungen. Er unterstützte jüngst unter anderem einen bedeutenden europäischen Energieversorger und einen japanischen Mischkonzern bei der Fusionskontrolle und der Joint Venture-Gründung. Das Mandantenportfolio erstreckt sich von mittelständischen Unternehmen und Family-Offices bis börsennotierte Unternehmen und multinationale Konzernen.

Schmidt, von der Osten & Huber ist in Essen ansässig und sowohl in der außergerichtlichen als auch in der prozessbezogenen Wirtschaftsberatung tätig. Schwerpunkte setzt man dabei im Gesellschafts- und Steuerrecht, in der Transaktionsbegleitung, sowie im kollektiven und individuellen Arbeitsrecht. Weitere Tätigkeitsfelder sind die notarielle Betreuung sowie die umfassende Beratung im Medizin- und Gesundheitsrecht; hier wird man insbesondere von Ärzten, Krankenhäusern, Kliniken, Großhändlern und Krankenkassen mandatiert. Jochen Schmidt ist im Gesellschafts-, Handels- und Vertragsrecht versiert und berät zudem zu kartell- und stiftungsrechtlichen Fragestellungen. Carl Otto Stucke kann mit Erfahrung im Prozessbereich aufwarten und deckt das Stiftungsrecht und die Unternehmensnachfolge ab. Das Team musste jedoch den Weggang von Daniel Fischer hinnehmen, der vorwiegend im öffentlichen Recht tätig war und im April 2017 zu Beiten Burkhardt wechselte.

Spieker & Jaeger ist in Dortmund sesshaft und insbesondere in den Bereichen Gesellschaftsrecht, M&A, Arbeitsrecht und im gewerblichen Rechtsschutz aktiv und verfügt darüber hinaus über ein Notariat. Nach dem Zugang von Christian Müller von Hengeler Mueller im April 2016 verfügt man zudem nun auch über eine Kartellrechtspraxis. Weitere Beratungskompetenzen lassen sich im Bau-, Immobilien- und Steuerrecht verorten. In einem der jüngsten Highlights beriet man den Milchproduktehersteller Rotkäppchen Peter Jülich in arbeits- und prozessrechtlichen Belangen. Jochen Berninghaus wird für seine umfassende steuerrechtliche Expertise empfohlen; Achim Herbertz ist im gewerblichen Rechtsschutz, vor allem im Markenrecht, versiert. Der IP-Bereich wurde im April 2017 zudem durch den Zugang von Hassan Al-Baghdadi von Schneiders & Behrendt – Attorneys at Law | Patent Attorneys weiter ausgebaut; er ist im nationalen und internationalen Design- und Markenrecht tätig. Carsten Jaeger berät Unternehmen bei der Gründung, Übertragung, Umwandlung und bei Gesellschafterstreitigkeiten.

Streitbörger Speckmann verfügt über Niederlassungen in Bielefeld, Hamm und Münster und hat sich auf eine umfassende Wirtschaftsberatung ausgerichtet. Die Beratungskapazitäten umfassen die Prozessführung, das Gesellschaftsrecht, einschließlich Unternehmensnachfolgethemen, sowie das Immobilien- und Baurecht und das IT-Recht. Darüber hinaus bildet die notarielle Tätigkeit eine weitere verlässliche Geschäftssäule. Das Team berät Dienstleistungsunternehmen, Kommunen, Versicherungen, mittelständische und große Unternehmen auch bei Fragestellungen im Insolvenz- und Restrukturierungsrecht. Zu den Highlights am Bielefelder Standort zählt die prozessrechtliche Vertretung eines ehemaligen Rechtsreferendars, der in Bezug auf die Absenkung von Beihilfezahlungen für nordrhein-westfälische Rechtsreferendare Klage erhoben hatte. In einem weiteren Mandat berät man eine Bürgerinitiative, bestehend aus Ärzten, Apothekern und Anliegern, im Zusammenhang mit einer Aufsichtsbeschwerde gegen einen geplanten Hochbahnsteig. Martin Schlüter leitet die Arbeitsrechtspraxis und kann mit Beratungskapazitäten in krisennahen Szenarien aufwarten; Martin Lange berät zu Fragestellungen im Bank- und Kapitalmarktrecht.

Im Mittelpunkt der Tätigkeit bei Wolter Hoppenberg steht die umfassende Beratung zu vergaberechtlichen Belangen und im öffentlichen Recht; hier berät man Unternehmen in Umwelt- und Planungsthemen. Die Kanzlei ist in Münster und Hamm ansässig und kann überdies mit einem vierköpfigen Notariat aufwarten. In einem Highlight begleitete man die Stadt Duisburg bei der Planung eines Outlet-Centers auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Darüber hinaus vertritt man die Deutsche Telekom in verwaltungsgerichtlichen Verfahren bezüglich der Errichtung und dem Betrieb der Funkinfrastruktur. Neben der Telekommunikationsbranche ist man zunehmend im Bereich Erneuerbare Energien tätig, und wird von öffentlich-rechtlichen Auftraggebern, Kommunen und Investoren mandatiert. Bastian Hensel kann neben seiner notariellen Tätigkeit mit Beratungskapazitäten im Wettbewerbs-, Gesellschafts- und Vertragsrecht punkten; Till Elgeti ist im Verwaltungsrecht und in umweltrechtlichen Themen tätig.

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