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Deutschland 2018 > Restrukturierung und Insolvenz > Marktüberblick

Redaktionelle Abschnitte

Aufgrund der günstigen Konjunkturprognosen und dem niedrigen Zinsumfeld in Deutschland nimmt die Zahl an Unternehmensinsolvenzen weiterhin ab. Ausnahmen bilden dabei der Solarkonzern SolarWorld, der bereits zum zweiten Mal Insolvenz beantragt hat, und die zahlungsunfähige Air Berlin. Der Trend hin zu außerinsolvenzlicher Restrukturierungsberatung, der sich bereits in den letzten Jahren abgezeichnet hat, lässt sich auch in diesem Jahr wieder beobachten. Auch der starke Anstieg an Haftungs- und Anfechtungsklagen seitens Insolvenzverwaltern ist auf den ruhigen Insolvenzmarkt zurückzuführen. Die wenigen großen Insolvenzen kommen aus dem Anleihebereich und den krisengeschüttelten Mode-, Retail- und Schifffahrtsbranchen – wobei sich aufgrund der fortschreitenden Entwicklung von Elektroautos auch eine Insolvenzwelle aus dem Automobilzuliefererbereich ankündigt. Die mit dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG 2013) in Kraft getretenen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, Insolvenzplan- und Schutzschirmverfahren gehören mittlerweile zum Marktstandard.

Auf der rechtlichen Ebene gab es erneut viel Bewegung: Im November 2016 legte die Europäische Kommission einen Richtlinienvorschlag für Insolvenz, Restrukturierung und zweite Chance vor, der voraussichtlich zu kosten- und zeiteffektiveren Verfahren führen soll und ein einheitliches Vorgehen im europäischen Raum anvisiert. Der Bundestag verabschiedete im Februar 2017 eine Änderung des Insolvenzanfechtungsrechts, welche unter anderem eine Kürzung der Anfechtungsfrist beinhaltet. Auch wurde im März 2017 das neue Konzerninsolvenzrecht beschlossen, das beim Inkrafttreten die Sanierungschancen für Konzerne erhöhen soll.

Auf Kanzleiebene lassen sich weitere Zusammenschlüsse von Insolvenzverwalterkanzleien beobachten. BBL Bernsau Brockdorff & Partner Rechtsanwälte fusionierte mit LB Rechtsanwälte, und eröffnete überdies zwei weitere Standorte in Bochum und Dortmund. Der bundesweit und international hervorragend vernetzten Pluta Rechtsanwalts GmbH schlossen sich gleich zwei kleinere Kanzleien aus Stuttgart und Düsseldorf an. Bei HWW Hermann Wienberg Wilhelm wurde indes beschlossen, nur noch große Insolvenzfälle zu betreuen.

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