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Deutschland 2018 > Steuerrecht > Marktüberblick

Redaktionelle Abschnitte

Der Steuerrechtsmarkt kann auf ein bewegtes Jahr zurückblicken und befindet sich in Antizipation auf bevorstehende Gesetzesänderungen und -novellen, wie beispielsweise die Investmentsteuerreform, durch die ab Januar 2018 eine Änderung des Besteuerungsprinzips für Publikumsfonds in Kraft tritt. Bislang wurden Fondsanleger wie Direktanleger behandelt: Nur dem Anleger wurde eine Besteuerung auferlegt und nicht den Fonds selbst. Mit der Gesetzesänderung müssen in Deutschland aufgelegte Fonds erstmals Steuern in Höhe von 15% auf deutsche Dividenden, deutsche Mietverträge und Gewinne aus dem Verkauf deutscher Immobilien entrichten. Kanzleien mit Expertise in der Fondsindustrie berichten daher von zahlreichen Neumandatierungen, die sich mit der Frage der Fondsanlegung beschäftigen.

Auch Kanzleien mit anderen Ausrichtungen und Schwerpunktsetzungen blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. So brachte der Private Client-Bereich erhöhten Arbeitsaufwand im Rahmen der Erbschaftssteuerreform ein, die 2016 in Kraft trat und die Behandlung von Betriebsvermögen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer neu regelte.

Internationale Großkanzleien berichten hingehen von Beratungsmandaten hinsichtlich des Aktionsplans zur Erosion der Bemessungsgrundlage und Gewinnverlagerung, oder Base Erosion and Profit Shifting (BEPS). Zwar wartet diese OECD-Empfehlung weiterhin auf Umsetzung, doch rückte dadurch die Thematik des steuerlichen Wohlverhaltens in den Blickwinkel der Öffentlichkeit. Gleichzeitig nimmt das Steuerrecht dadurch einen globaleren Charakter an, wenngleich dieser zurzeit durch die international zurückgezogene Politik der USA leicht gebremst wird. In Deutschland rechnet man diesbezüglich zwar mit milden Auswirkungen, da die deutsche Gesetzgebung auf diesem Gebiet schon im Vorfeld ähnliche Prioritäten gesetzt hatte, grenzüberschreitende Aktivitäten werden sich aber an die neuen Leitlinien anpassen müssen. Das betrifft vor allem international tätige Konzerne sowie den Bereich eCommerce.

Außerdem geht die verstärkte öffentliche Wahrnehmung zum Steuerverhalten nationaler und internationaler Großkonzerne mit einem strikteren Auftreten der Finanzverwaltung einher, wodurch Strafverfolgungen strikter gehandhabt werden und somit die Compliance- und Präventivberatung einerseits und die steuerstrafrechtliche Beratung und Verteidigung andererseits an Bedeutung zunehmen. Man fokussiert sich nun vielmehr auf Maßnahmen zur Risikovermeidung, während gleichzeitig der Umfang an Streitigkeiten und Betriebsprüfungen zunimmt.

Ebenso an Gewichtung gewann die Beratung zu steuerrechtlichen Brexit-Themen, wenngleich man sich hier vorerst mit spekulativen Antworten zufrieden geben muss.

Daneben bleibt das Gestaltungs- und Transaktionsgeschäft nach wie vor ein fixer Tätigkeitsbestandteil vieler Steuerrechtsteams. Insbesondere die Schnittstelle zur Immobilienwirtschaft bringt viel Geschäft, da Käufer nach Investitionsmöglichkeiten suchen.

Interview with...

Law firm partners and practice heads explain how their firms are adapting to clients' changing needs

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