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Deutschland > Immobilien- und Baurecht > Marktüberblick

Redaktionelle Abschnitte

Die in der Immobilien- und Baubranche tätigen Kanzleien berichten von einem weiterhin positiv gestimmten Markt mit zahlreichen Immobilientransaktionen und einem kontinuierlich boomenden Baugewerbe.

Die Immobilienbranche ist von der Zinspolitik geprägt, was mit hohem Anlagendruck und starker Produktknappheit einhergeht. In diesem verkäuferdominierten Markt nehmen Investoren aus Mangel an guten Bestandsimmobilien größere Risiken in Kauf und verfolgen neue Strategien, um Rendite zu erwirtschaften. So legen sie vermehrt in B- und C-Städte an und zeigen Bereitschaft, auch in bisher unübliche Asset-Klassen zu investieren, darunter Logistikimmobilien, Pflegeheime und Microlivingapartments. Die Verknappung guter Investitionsmöglichkeiten bedeutet zudem, dass Investoren immer früher in Projektentwicklungen einsteigen und die Anzahl der Forward Deals dadurch bedeutend zunimmt.

Außerdem steigt im Immobilientransaktionsbereich die Nachfrage nach Share Deals, die, aus Gründen der Steuereffizienz, häufig in Verbindung mit luxemburgischen Gesellschaften abgewickelt werden. In Anbetracht der von der Bundesregierung angekündigten Änderung der Grunderwerbssteuer und der damit einhergehenden Verschärfung des gleichnamigen Gesetzes wird jedoch davon ausgegangen, dass die Attraktivität von Share Deals abnehmen wird.

Die Bauwirtschaft befindet sich weiterhin auf stabilem Wachstumskurs, was sich unter anderem durch die Produktknappheit in der Immobilienbranche erklären lässt: Da Bestandsobjekte und Grundstücke rar sind, fließt das Kapital in die Baubranche und verursacht so Kapazitätsengpässe. Dementsprechend ist die Baubranche deutlich arbeitnehmerfreundlich; Auftraggeber haben Schwierigkeiten, geeignete Auftragnehmer zu finden, wodurch Vertragskonditionen für Auftragnehmer zunehmend günstiger gestaltet werden. Gepaart mit der allgemeinen Auslastung führt dieser Fachkräftemangel regelmäßig zu Verzögerungen.

Des Weiteren wurde am 1. Januar 2018 das neue Bauvertragsrecht verabschiedet, wodurch der Bauvertrag jetzt explizit im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt wird und neue Vertragstypen eingeführt wurden. Dies hat unklare Auswirkungen und verursacht erhebliche Umsetzungsunsicherheit und einen daraus resultierenden verstärkten Beratungsbedarf seitens der an Bauvorhaben beteiligten Unternehmen. Ebenso auswirkungsreich ist das am 22. Februar 2018 veröffentlichte Urteil vom Bundesgerichtshof (BGH) zu Mängelbeseitigungskosten. Mit dieser Entscheidung gab der BGH seine bisherige Rechtsprechung auf und hob die Möglichkeit der fiktiven Schadensbemessung von Mängelbeseitigungskosten für Auftraggeber auf. Kanzleien rechnen deswegen mit einer Zunahme von streitigen Mandatierungen einschließlich Vorschussklagen gegen Architekten.

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