Marktüberblick in Deutschland

In der deutschen Corporate-Welt ist trotz Unsicherheiten in den Weltmärkten von einem Rückgang der Kauffreude noch nicht ganz so viel zu spüren. So sind ausländische Investoren nach wie vor sehr an deutschen Unternehmen interessiert. Übernahmen aus China sind leicht zurückgegangen, doch Investoren aus dem europäischen Ausland sind nach wie vor aktiv. Grund für den Rückgang sind unter anderem die zunehmende Kontrolle des Bundes, aber auch die innenpolitische Umfokussierung in China. Auch aktivistische Investoren werden zunehmend Thema sowohl in M&A-Transaktionen als auch in der gesellschaftsrechtlichen Dauerberatung.



Trotz alledem bleiben deutsche Unternehmen gerade bei Finanzinvestoren beliebt und der Markt ist weiterhin wie auch in den Vorjahren ein Verkäufermarkt. Das liegt vor allem am Investitionsdruck und dem günstigen Kapital, was zu anhaltend hohen Preisen führt. Neben klassischen strategischen Zukäufen werden auch Distressed M&A-Transaktionen wieder häufiger.



Im Gesellschaftsrecht beschäftigt man sich besonders mit Organhaftungsfragen und der Beratung von Vorständen und Aufsichtsräten. Grenzüberschreitende Umstrukturierung, auch in Vorbereitung auf den Brexit, und die klassische Corporate Housekeeping-Beratung sind ebenfalls Themen, mit denen sich Gesellschaftsrechtler im letzten Jahr beschäftigt haben.



Die zunehmende Nachfrage nach Vorstands- und Aufsichtsratsberatung ermöglicht es vielen Marktteilnehmern bei gesellschaftsrechtlichen Fragen mitzumischen. In den Top-Rankings hat dies allerdings zu wenig Veränderungen geführt. Freshfields Bruckhaus Deringer, Hengeler Müller und Linklaters sind weiterhin führend in Gesellschaftsrechts- und M&A-Fragen.