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Marktüberblick in Deutschland

Die Digitalisierungsfragen, die den Markt vor Pandemie-Zeiten geprägt haben, sind durch das Covis-19 in eine noch zentralere Rolle gerückt. Unternehmen aller Größen und aus allen Branchen wurden beispielsweise mit dem Thema Homeoffice konfrontiert und haben eine primäre Lösung in der Umstellung ihrer Prozesse gesucht. Dies hat das Interesse an einer Begleitung bei der Suche neuer digitaler Prozesse und Geschäftsmodelle erzeugt – ein Service, den nun viele Kanzleien anbieten. Konzerne konnten ihren Durst nach Digitalisierung unter anderem durch Zukäufe stillen und damit für ein reges Transaktionsgeschäft sorgen. Nicht nur bei der Beschaffung und Einführung von IT-basierten Produkten und Dienstleistungen ist aber mit komplexen, rechtlichen Herausforderungen zu rechnen, sondern auch bei deren Management. So hat sich bei den immer digitaler werdenden Unternehmen ein Bedarf nach einer andauernden Rechtsberatung herauskristallisiert. Hierzu sowie zu einer kompletten Revolutionierung ihres Betriebs fehlen kleineren Unternehmen und dem Mittelstand oftmals die finanziellen Mittel, so dass zu anderen Lösungen, wie der Auslagerung von Aufgaben, weiterhin Beratungsbedarf besteht. Das Outsourcing ist heute grundlegender Bestandteil vieler Unternehmensstrategien und daher immer spezieller und flexibler geworden. Der Cloud-Computing-Trend ist ein klares Zeichen dafür.Vor allem beim Wechsel in die Cloud aber auch mittlerweile bei allen Rechtsberatungen kommt man ohne Datenschutz nicht mehr aus. Dabei ist Compliance schon seit Jahren das erste Bedenken, zumal die bisher verhängten Strafen bei Verstößen gegen die DSGVO mit dem €35 Millionen Bußgeld an H&M eine Rekordhöhe erreicht haben. Doch bereiten internationale Datenspeicherungsbedingungen nach dem Schrems-II-Urteil auch Sorgen. Es handelt sich hierbei um die 2020 vom EuGH entschiedene Nichtigkeitserklärung des EU/US Privacy Shields, derzufolge Instrumente wie die EU-Standardvertragsklauseln keine Garantie für eine gesetzeskonforme Übermittlung von Daten an Empfänger außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums darstellen. Dies hatte enorme Konsequenzen für die internationale Datenverarbeitung gerade bei der Umstellung in die Cloud. Parallel hierzu hat sich die Nachfrage nach Risikoeinschätzungen entwickelt rund um die Fragen: Was riskiert man, wenn Daten beispielsweise in Osteuropa gespeichert werden? Oder inwiefern kann ein Datenverstoß oder eine -sicherheitsfalle einer Marke durch den Verlust an Verbrauchervertrauen und an Reputation schaden? In pandemischer Zeiten gelten zudem die Themen Cyber-Sicherheit und Monetarisierung von Daten gerade bei Gesundheitsfragen als sehr brisant.