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Marktüberblick in Deutschland

Die steuerrechtliche Transaktionsbegleitung bildet weiterhin ein bedeutendes Geschäftsfeld vieler Steuerrechtsteams, insbesondere derer, die in ein breites Beratungsangebot eingebunden sind und somit von der fachbereichsübergreifenden Arbeit mit den Corporate- und M&A-Teams profitieren.Mit Ausbruch der Covid-19-Pandemie geriet der Transaktionsmarkt zwar kurzzeitig ins Stocken, lief aber bereits im Sommer 2020 wieder an. Teilweise intensivierte sich dadurch die Beratung zu Distressed-Deals sowie daraus resultierend die Zusammenarbeit mit den Restrukturierungs- und Insolvenzteams. Die befürchtete Insolvenzwelle blieb – nicht zuletzt dank staatlicher Rettungspakte und Steuererleichterungen für Unternehmen in Schieflage – jedoch weitgehend aus.Daneben rückten während des Berichtszeitraums diverse andere Schnittstellenbereiche verstärkt in den Fokus der Mandatsarbeit. So hatten steuerrechtliche Praxen, die regelmäßig in Kooperation mit Kapitalmarktrechtspraxen auftreten – insbesondere denen mit integrierter US-Expertise – alle Hände voll zu tun. Zum einen fanden in Deutschland allein zwischen April und Juni 2021 zehn Börsengänge statt und zum anderen schwappte die SPAC-Welle aus den USA nach Europa beziehungsweise nach Deutschland über und sorgte bei Kanzleien mit entsprechender Expertise und transatlantischen Kapazitäten für verstärkten Beratungsbedarf.Zudem nimmt das Schnittstellensegment Steuerrecht und Kryptowährungen an Bedeutung zu. Die Frage, wie Bitcoins und andere Kryptowährungen besteuert werden, befand sich lange in einer rechtlichen Grauzone. Im Juni 2021 erarbeitete das deutsche Bundesministerium der Finanzen (BMF) mit den obersten Finanzbehörden der Länder einen Entwurf zur ertragssteuerlichen Behandlung von Token, der eine Verschärfung der Regulierung und verstärkte Sorgfaltspflichten vorsieht.Somit sorgt der Compliance-Bereich neben der Transaktionsarbeit weiterhin für eine volle Auftragslage. Regelmäßig ist hier auch strafrechtliche Expertise gefragt. Unter den rechtlichen Neuerungen befinden sich beispielsweise die verschärften Offenlegungsvorschriften von DAC 6 (Directive on Administrative Cooperation), die mit Juli 2020 zur Anwendung kamen. Im Kern dieser EU-Richtlinie liegt die Erhöhung der Transparenz, um potentiell aggressive Steuergestaltungen aufzudecken, die durch zwingende Offenlegungspflichten für bestimmte Steuergestaltungen mit grenzüberschreitenden Elementen erreicht werden soll.Daneben zählt der Themenblock Verrechnungspreise (Transfer Pricing), sprich die Verrechnung interner Dienstleistungen und Lieferungen innerhalb miteinander verbundener Unternehmen, in Zeiten zunehmender Internationalisierung zu den Kernthemen vieler Steuerrechtsteams. Zunehmend strenge und international abgestimmte Regeln verpflichten Unternehmen dazu, grenzüberschreitende Aktivitäten umfassend zu dokumentieren, was sich nicht zuletzt in der Mandatsarbeit beziehungsweise der Begleitung von Betriebsprüfungen niederschlägt.Da viele dieser Compliance-Themen und insbesondere die Durchführung von Betriebsprüfungen beziehungsweise die Einführung von Compliance-Managementsystemen eine gewisse Teamstärke voraussetzen, ist das ein Aufgabenbereich, dem sich in der Regel Großkanzleien widmen, während kleinere Einheiten auch Nachfolgethemen im Repertoire führen. Steuerstrafrechtliche Themen werden hingegen entweder von darauf ausgerichteten Boutiquen beziehungsweise darauf spezialisierten Teams bearbeitet. Hierzu zählen beispielsweise Wannemacher & Partner und Streck Mack Schwedhelm.Personelle Veränderungen hielten sich in Grenzen, blieben jedoch nicht ganz aus: So verstärkte sich GSK Stockmann Ende 2020 mit Investmentsteuerrechtsexperten Heiko Stoll, der zuvor die Co-Leitung bei Simmons & Simmons inne hatte; im Januar 2021 schloss sich der Transaktionssteuerrechtsexperte Jann Jetter Shearman & Sterling LLP von Linklaters an; und im Februar 2021 verlor Norton Rose Fulbright den bisherigen Co-Leiter Uwe Eppler  an Möhrle Happ Luther .