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Marktüberblick in Deutschland

Die Beratung in der Konfliktlösung fokussiert sich weiterhin auf Fragestellungen aus dem Kartell-, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, während auch energierechtliche und transaktionsbezogene Streitigkeiten einen großen Teil der Beratungskapazitäten beanspruchen. Insbesondere die Sektoren Pharma, Chemie und Automotive sind ungebremst stark, wobei die Welle der Klagen im Zusammenhang mit dem Dieselskandal inzwischen in die Endphase übergeht.Zudem stehen datenschutzrechtliche Konflikte vermehrt auf der Tagesordnung, da die Schonfrist für Unternehmen zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vonseiten der Behörden jetzt endgültig abgelaufen ist und es durch die Covid-19-Pandemie zu einer gezwungenen Beschleunigung der Digitalisierung in vielen Industrien kam. Covid-19 spielte auch bei Lieferkettenstreitigkeiten eine Rolle, angefangen von medizinischen Schutzausrüstungen bis zu Werksstillständen und vertragsrechtlichen Disputen mit in- und ausländischen Bezügen.Ebenso verstärkt ins Spotlight rückten Themen mit Bezug zu Environmental Social Governance, kurz ESG, sowie Verfahren mit Klimawandel-Bezügen. Hierzu zählen geplante Atom- und Kohleausstiege mit anhängigen Schieds- und Gerichtsverfahren, die zwar schon vor einiger Zeit begannen, nun aber, nicht zuletzt durch ein besseres Verbraucherbewusstsein, in den Vordergrund rücken.Die Veränderung der politischen Landschaft zieht ebenfalls weite Kreise: Der Brexit wirkt sich auf die Produkt-Compliance und produkthaftungsrechtliche Streitigkeiten aus und die neu gewählte deutsche Regierung wird das zunächst gestoppte Verbandssanktionengesetz in geänderter Form letztendlich wohl doch verabschieden und somit für mehr aufsichtsrechtliche Dispute sorgen. Auch die Ende 2020 verabschiedete EU-Verbandsklagenrichtlinie erhöht das Risiko für Unternehmen, in Zukunft verklagt zu werden und birgt somit hohes Konfliktpotenzial.Auf personeller Ebene gab es einigen Umschwung: So wechselte Michael Molitoris im Frühjahr 2021 von Noerr zu SZA Schilling, Zutt & Anschütz Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, während sich Dorothee Ruckteschler (zuvor bei CMS), Ulrike Gantenberg (vormals Heuking Kühn Lüer Wojtek) und Rolf Trittmann von Freshfields Bruckhaus Deringer während des Berichtszeitraums in die Selbstständigkeit verabschiedeten. Die drei firmieren jeweils unter Dorothee Ruckteschler Dispute Resolution, Gantenberg Dispute Experts und Rothorn Legal AGJones Day verbuchte gleich doppelten Zuwachs durch Amy Kläsener im Mai 2021 von Dentons und Thomas Weimann im August 2021, der nach seiner Zeit bei Herbert Smith Freehills LLP für kurze Zeit in der Selbstständigkeit war. Sonstige Veränderungen gab es vor allem durch Inhouse-Ernennungen und der Talentförderung auf Associate-Ebene.Eine weitere nennenswerte Boutique ist BAUMANN Resolving Disputes unter der Leitung von Antje Baumann, die den Vorsitz in einem großvolumigen Schiedsverfahren zur Maut übernahm.